Facebook
- Fabian Strebin - Redakteur

Facebook mit Zahlen: Ist die Rallye jetzt zu Ende?

Facebook hat zuletzt vier Mal in Folge die Markterwartungen überoffen. Doch Experten sehen größere Konkurrenz vor allem durch Snapchat. Was ist heute mit den Zahlen zum zweiten Quartal zu erwarten?

Krasse Erwartungen

Die Analysten haben hohe Erwartungen an den Techkonzern. Der Gewinn je Aktie wird auf 82 Cent geschätzt, was gegenüber 50 Cent im Vorjahresquartal einem Anstieg um 64 Prozent gleichkäme. Ambitioniert auch die Schätzung für den Gewinn auf das Gesamtjahr hochgerechnet: Statt 1,3 Milliarden Dollar erwartet der Markt nun mit 3,3 Milliarden Dollar mehr als das Doppelte. Den Erlös soll Facebook nach Schätzungen von vier Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf sechs Milliarden Dollar hochgeschraubt haben. 2016 soll Facebook einen Wert von 26,2 Milliarden Dollar erreichen.

Harte Zeiten für Facebook?

Gegenüber 2015 unterstellen die Analysten somit einen Erlösanstieg um 46 Prozent. Die Steigerungsrate klingt gewaltig. Ist das unrealistisch? Mitnichten: Facebook kann nach Branchenschätzungen zwei Drittel der weltweiten Social-Media-Werbeeinnahmen für sich verbuchen. Gefährlich könnte dem Unternehmen aus dem Silicon Valley die App Snapchat werden. Einige Fachleute sehen Facebook vor allem die jüngeren User davonlaufen. Doch unter dem Strich herrscht hier unter Experten Uneinigkeit. Die Analysten von JP. Morgan sehen Snapchat nicht als wirkliches Problem. Facebook gewinne nach wie vor ordentlich Nutzer in den relevanten Altersgruppen 18 bis 24 und 25 bis 35 Jahren, so die Bänker in einer Studie. Insgesamt nutzen 1,1 Milliarden User Facebook. Im ersten Quartal 2016 erhöhte sich die Zahl der täglichen Nutzer um 16 Prozent .

Kaufen!

 

Die Zeichen stehen gut, dass Facebook auch diesmal die Schätzungen der Analysten alt aussehen lässt und mit tollen Zahlen auftrumpft. Besondere Aufmerksamkeit wird auch auf dem Userwachstum liegen. Warnungen, dass Facebook wegen Snapchat deutlich User verlieren würde, dürften sich als übertrieben herausstellen. Mit einem KGV von 33 ist Facebook alles andere als günstig. Das starke Wachstum rechtfertigt aber die vergleichsweise hohe Bewertung. Die Aktie ist ein klarer Kauf.

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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