BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

Explosion bei BASF: Das ist bisher bekannt

Am BASF-Stammwerk in Ludwigshafen hat es heute eine gewaltige Explosion gegeben. Es würden mehrere Menschen vermisst, einige seien verletzt worden, teilten das Unternehmen und die Stadt mit. Wie schwer die Verletzungen waren, wist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht bekannt.

Zu dem Zwischenfall kam es den Angaben zufolge am Montag gegen 11.30 Uhr im Landeshafen Nord bei Arbeiten an einer Rohrleitungs-Trasse. Im Einsatz waren Kräfte aus der gesamten Region, darunter ein Feuerlöschboot aus Mannheim und ein Erkundungswagen der Feuerwehr.

Die Ursache für die Explosion mit mehreren Folgebränden war zunächst noch unklar. Nach Angaben der Polizei in Ludwigshafen gibt es keine Hinweise auf einen Terroranschlag. Laut BASF war außerdem noch nicht bekannt, welche Stoffe sich in der Luft befanden. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Kindergärten und Schulen in den Stadtteilen Edigheim und Pfingstweide wurden informiert, dass Kinder und Jugendliche zunächst dort bleiben sollten. Der normale Schulbetrieb ruht zurzeit jedoch in Rheinland-Pfalz wegen der Herbstferien. Der Stadt zufolge klagten in Edigheim mehrere Menschen über Atemwegsbeschwerden.

Weitere Anlagen werden heruntergefahren
Im Landeshafen Nord werden nach Angaben der BASF brennbare Flüssigkeiten und unter Druck verflüssigte Gase umgeschlagen, die Menge liege jährlich bei 2,6 Millionen Tonnen. Der Hafen sei für die Rohstoffversorgung des Unternehmens von großer Bedeutung.

Mit der Rohrleitungs-Trasse, an der die Explosion ausgelöst wurde, werden nach Angaben einer BASF-Sprecherin Vorprodukte von Schiffen zu den Produktionsstätten transportiert. Aus Sicherheitsgründen wurden nach der Explosion dem Unternehmen zufolge die zwei sogenannten Steamcracker sowie weitere Anlagen am Standort heruntergefahren. Dabei hätten sich Fackeln gebildet, weil Stoffe in Leitungen verbrannt werden müssten.

Die Steamcracker sind dem Unternehmen zufolge das Herzstück des Werks, an dem eine ganze Reihe an chemischen Grundbausteinen für die Produktion entstehen. Der neuere der beiden aus dem Jahr 1980 hat eine Fläche von rund 64.000 Quadratmetern und ist damit so groß wie 13 Fußballfelder. Dort wird mit Hilfe von Dampf Rohbenzin aufgespalten. Das BASF-Werk in Ludwigshafen ist das größte zusammenhängende Chemieareal weltweit.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

Börsenerfolg mit der Keynes-Methode

Autor: John F. Wasik
ISBN: 9783864702471
Seiten: 232 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. Januar 2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

John Maynard Keynes ist einer der einflussreichsten Volkswirte des 20. Jahrhunderts. Kaum bekannt ist hingegen, dass er auch einer der kompetentesten und innovativsten Investoren war.

John F. Wasik zeigt uns einen weitgehend unbekannten John Maynard Keynes. Wir erfahren, wie seine volkswirtschaftliche Ansichten sein Anlageverhalten beeinflusst haben und umgekehrt. So wandelte er sich vom Rohstoffspekulanten zum Value-Investor. Wasik arbeitet heraus: Keynes’ Einsichten zu Buy and Hold, Diversifikation oder den Vorzügen von Dividenden-Aktien sind zeitlos und sollten auch von Anlegern des 21. Jahrhunderts zur Kenntnis genommen werden. Nicht umsonst hat er großen Einfluss auf Star-Investoren wie Warren Buffett und George Soros ausgeübt. Zeit für einen Blick auf den Investor Keynes.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Endlich wieder eine gute Nachricht!

Es sind wahrlich keine leichten Zeiten für die zuletzt gebeutelten BASF-Aktionäre: Die Angst vor einer deutlichen Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums, sinkende Preise für wichtige Chemikalien wie MDI oder TDI und die Herausrechnung der 2018 florierenden Sparte Oil & Gas. Doch gestern gab es … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Fairer Wert bei 95,00 Euro!

Die Aktie des zuletzt arg gebeutelten Chemieriesen BASF arbeitet derzeit weiter an der Bodenbildung. Unterstützung erhalten die Anteilscheine dabei nun auch in Form eines freundlichen Analystenkommentares aus dem Hause Commerzbank. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: So etwas gibt es nur ganz selten …

Die Aktie des Ludwigshafener Chemieriesen BASF setzt ihre Talfahrt weiter fort. Mittlerweile erscheint der Kursrutsch des Blue Chips wirklich übertrieben. Denn die DAX-Titel notieren nun sogar schon unter der Marke von 70 Euro – und damit deutlich unter den Kurszielen selbst der pessimistischsten … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Erster Ausblick auf die Zahlen

Mit der Aktie des Ludwigshafener Chemieproduzenten BASF geht es seit Monaten bergab. Ein Grund hierfür sind die sinkenden Priese für diverse Chemikalien wie TDI oder MDI. Am 26 Oktober wird der DAX-Konzern seine Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal vorlegen. DER AKTIONÄR verrät, was zu … mehr