EXPEDIA
- Benedikt Kaufmann

Expedia: Auch nach den Q4-Zahlen ein Top-Pick

Expedia legte am Donnerstag die Zahlen fürs vierte Quartal vor. Die Aktie gab im ersten Moment bis zu drei Prozent ab. Schnell kletterte der Kurs jedoch zum Ausgangsniveau zurück – der Aufwärtstrend geht weiter.

Weiterhin starkes Wachstum

Ein starkes Umsatzwachstum von 23 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal und gute Aussichten beruhigten die Anleger. Der Geschäftsführer Expedias Dara Khosrowshahi erwartet eine positive Zukunft. Insbesondere von der Hotelsuchmaschine Trivago verspricht sich Khosrowshahi großes Wachstum. Die Expedia Tochter ging im Dezember vergangenen Jahres an die Börse und erzielte im vierten Quartal ein Umsatzwachstum von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der Gewinn je Aktie mit 1,17 Dollar blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Als Grund für die hohen Kosten, im abgelaufenen Jahr, nannte Konzernchef Khosrowshahi die Integration von Orbitz. „Diese Implementierung kostete ein hohes Maß an technischen Ressourcen, ist jetzt aber abgeschlossen.“, zeigte er weiter. 2017 wird der Wechsel der Infrastruktur in die Cloud einen Großteil der zusätzlichen Kosten ausmachen und sich wahrscheinlich negativ auf das Wachstum des operativen Gewinns auswirken. Expedia rechnet für 2017 mit einem EBITDA-Wachstum von 10 bis 15 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 60 Prozent.

Konkurrenz bei Hotelbuchungen

Zwar sind die Expedia-Marken gut aufgestellt, um 2017 weitere Marktanteile für sich zu gewinnen – der wachsende Reisemarkt lockt jedoch auch Konkurrenten. Hier ist insbesondere auf Priceline (Booking.com), Google Travel, TripAdvisor und die großen Hotelketten hinzuweisen.

Google kann seine Marktmacht im Bereich der Suchmaschinen nutzen, um seine Direktbuchungen in den Vordergrund zu stellen. TripAdvisor und Booking.com arbeiten seit Ende Dezember im Rahmen von TripAdvisors Hotelbuchungs-Programm zusammen. Marriott, Hilton und andere Hotelketten führen vermehrt Reisende direkt auf die eigene Internetseite. Seitdem verlor Expedias Wachstum für Hotelübernachtungen rund zwei Prozent und lag im vierten Quartal bei 15 Prozent.

Nur eine kleine Gefahr stellt Trumps harte Einreisepolitik dar. Die nach Amerika reisenden Menschen aus dem nahen Osten machen nur 1,5 Prozent aller US-Touristen aus.

Neue Übernahmewelle 2017?

Experten erwarten, dass 2017 eine neue Konsolidierungswelle mit sich bringt. CEO Khosrowshahi : „Die Übernahmen die möglicherweise vor uns liegen stellen keine Notwendigkeit mehr dar sondern neue Möglichkeiten.“ Das nötige Kleingeld für neue Zukäufe besitzt Expedia. Nachdem 2016 ein eher ruhiges Jahr für Übernahmen in der Online-Reise-Branche war, hält der Konzern nun rund 1,9 Milliarden Dollar in Cash vor.

Die Kassen für 2017 sind gefüllt, der Markt wächst – 2017 könnte ein gutes Geschäftsjahr für Expedia werden. DER AKTIONÄR setzt weiter auf den Aufwärtstrend und belässt den Zielkurs bei 160 Euro.

 


 

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Autor: Fritsch, Andreas / Vittner, Thomas
ISBN: 9873864700088
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Verlag: Börsenbuchverlag
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