SAMSUNG SDI CO. SW 5000
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Exklusiv: Dank BMW, Audi und Co: „Samsung SDI gewinnt Marktanteile“

Mehrere Experten sind sich sicher: Die Batteriepakete von Samsung SDI sind
die Geheimwaffe von BMW, Audi und Co im Kampf um Elektroauto-Marktanteile. Die SDI-Zellen haben entscheidende Vorteile. Gebaut werden sie künftig wohl auch mit Manz-Maschinen.

DER AKTIONÄR: Herr Schandert, Sie kommen aus der Batterieforschung und haben für den Stromspeicher Tesvolt Samsung-SDI-Akkus ausgewählt. Wieso?

simon schandert: Ich bin absoluter Verfechter von prismatischen Zellen. Rundzellen (Anm.: Panasonic/Tesla) können aufgrund ihrer Form die Wärme nicht gut genug ableiten, weswegen die Lebensdauer um bis zu 30 Prozent niedriger ist. Zudem ist es wichtig, möglichst große Akkus zu haben, um ein Einzelzellmonitoring durchzuführen, um die Performance der Zellen sichtbar zu machen, aber auch die Sicherheit besser im Blick zu haben. Samsung hat zum ersten Mal gleich mehrere redundante Sicherheitsmecha­nismen eingebaut.

Doch Zellen von Samsung SDI gelten als teurer. Insbesondere Tesla dürfte durch den Aufbau der Gigafactory derzeit Kostenvorteile erzielen.

Die höheren Kosten der Zelle von Samsung SDI liegen an der höheren Qualität und besseren Bauform. Eine mechanisch sichere Batterie ist insbesondere im Automobilsektor immens wichtig.

Kein Autohersteller will Schlagzeilen brennender Autos. Glauben Sie, dass dies zu einer weiteren Verbreitung der prismatischen Zellen beiträgt?

Ganz klar. Wir wissen von einigen Herstellern, welche künftig verstärkt auf Samsung SDI setzen. Die prismatischen Zellen von Samsung SDI überzeugen mich als Ingenieur vom technischen Standpunkt; sie könnten der neue Standard für die Automobilindustrie werden.

Ist der Preisverfall bei den Batterien gestoppt?

Die Kapazitäten im Batteriesektor sind derzeit voll ausgelastet. Der große Sturz der Preissenkung bei den Lithiumbatterien ist vorbei. Die Kostenreduktion der Lithiumzelle liegt nur noch im niedrigen einstelligen Bereich pro Jahr. Die technologische Entwicklung hingegen ist noch lange nicht am Ende angekommen.

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