Evotec
- Marion Schlegel - Redakteurin

Evotec hinter Aixtron, Jenoptik und Bechtle auf Platz 4 – Analyst rät zum Kauf

Das Biotech-Unternehmen Evotec rechnet nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr mit weiterem Wachstum. So sollen unter anderem Forschungsaufträge mit Pharma- und Biotechfirmen sowie mit wissenschaftlichen Einrichtungen den Umsatz im laufenden Jahr um mehr als 15 Prozent steigen lassen, teilte das im TecDAX gelistete Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Mögliche Meilensteinzahlungen sind in der Prognose nicht eingerechnet. Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll ein deutlich höheres Niveau erreichen als noch 2015.

Für Forschung und Entwicklung will Evotec etwa 20 Millionen Euro ausgeben. Schwerpunkt sind unter anderem Krebserkrankungen, Diabetes und Folgeerkrankungen sowie die Stammzellenforschung. Im abgelaufenen Jahr steigerte Evotec seinen Umsatz um 43 Prozent auf 127,7 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich um 13 Prozent auf 8,7 Millionen Euro. Unter dem Strich ergab sich ein Gewinn von 16,5 Millionen Euro nach einem Minus von fast sieben Millionen im Vorjahr. Grund für den Anstieg war unter anderem ein positiver Einmaleffekt, der mit der Übernahme eines Forschungsstandortes in Toulouse vom Pharmakonzern Sanofi zusammenhing.

In den TecDAX-Top-5

Die Aktie von Evotec reagierte auf die Meldung mit einem Freudensprung. Das Papier legte am Dienstag 2,9 Prozent auf 3,38 Euro zu und war hinter Aixtron, Jenoptik und Bechtle der viertstärkste Wert des Tages im TecDAX. Nach der jüngsten Aufholjagd wird es bei der Aktie auch charttechnisch wieder spannend. Gelingt der Sprung über den Widerstandsbereich bei 3,50 Euro, würde sich weiteres deutliches Aufwärtspotenzial ergeben. DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls bei seiner Kaufempfehlung wie das Düsseldorfer Bankhaus Lampe.

Die Experten haben die Einstufung für Evotec nach den Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 4,60 Euro belassen. Die Resultate für 2015 und der Ausblick des Biotech-Unternehmens für 2016 hätten über den Erwartungen gelegen, erkärte Analyst Volker Braun in einer Studie vom Dienstag.

(Mit Material von dpa-AFX)

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