Evotec
- Marion Schlegel - Redakteurin

Evotec-Aktie enorm stark: Platzt jetzt der Knoten?

Die Aktie von Evotec hat in den vergangenen Wochen zu den stärksten Werten im deutschen Technologiewerte-Index TecDAX gezählt. Das Biotech-Unternehmen konnte gleich mit mehreren guten News punkten. So darf Evotec beispielsweise künftig mit der so genannten Gen-Schere arbeiten. Die Hamburger haben eine Lizenzvereinbarung mit dem Broad Institute der US-amerikanischen Universitäten MIT und Harvard für die Technologie CRISPR-Cas9 abgeschlossen. Das Verfahren wurde kürzlich entdeckt und gilt als Revolution in der Gentechnik. Mit der Technologie können Teile der DNA einfach, schnell und präzise ausgeschnitten und verändert werden. Forscher erhoffen sich etwa Lösungen im Kampf gegen Erbkrankheiten. Auch in der Pflanzenzüchtung spielt die Technik schon eine Rolle. Es gibt aber auch Kritiker, die ethisch fragwürdige Eingriffe in menschliche DNA fürchten. Evotec will die Technik in ihre Forschung und Entwicklung integrieren.

Zudem gab Evotec eine Kooperation mit Antibiotic Research UK ("ANTRUK") bekannt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Identifizierung alternativer Methoden zur Behandlung von Infektionen, die eine Resistenz gegenüber derzeitig verfügbaren Antibiotika aufweisen. Die Forschung konzentriert sich auf die Erforschung von sogenannten Antibiotic Resistance Breakers ("ARBs"), die in Verbindung mit bekannten Antibiotika eingesetzt werden sollen, um die Resistenz umzukehren und die klinische Wirkung dieser Antibiotika wiederherzustellen.

Aktie unterbewertet

Die DZ Bank hat die Einstufung für Evotec auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 4,50 Euro belassen. Die kürzlich bekannt gegebene Kooperation mit Antibiotic Research sei eine weitere positive Nachricht, so Analyst Heinz Müller in einer Studie. Die Aktie des Biotech-Unternehmens sei im Vergleich zur Branche unterbewertet.
Diese Ansicht teilt auch DER AKTIONÄR. Vor Kurzem hat der Wert die 200-Tage-Linie zurückerobern können, was als klares positives Zeichen zu werten ist. Wichtig wäre nun aus charttechnischer Sicht, dass auch die insbesondere psychologisch wichtige Marke von vier Euro überwunden werden kann.

(Mit Material von dpa-AFX)

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