Evotec
- Werner Sperber - Redakteur

Evotec-Ziel: Nachhaltige Profitabilität

Evotec hat mit den Zahlen für das erste Halbjahr mehr als überzeugt. Zudem erfreut das Biotechnologieunternehmen mit einer neuen Produktions-Partnerschaft und einem erneut angehobenen Umsatzziel für das Gesamtjahr 2011.

Das in Hamburg ansässige Biotechnologie-Unternehmen Evotec hat mit den Zahlen für das erste Halbjahr die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zudem überzeugten auch die zum zweiten Mal angehobene Umsatz-Prognose für das Gesamtjahr 2011 sowie eine neue, weltweite Lizenz- und Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung des Wirkstoffkandidaten EVT 401. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 33,6 Prozent auf 33,4 Millionen Euro und der Betriebsertrag um 169 Prozent auf 921.000 Euro. Das Nettoergebnis verbesserte sich von minus 99.000 auf plus 851.000 Euro beziehungsweise 0,01 Euro je Aktie. Damit erreichte Evotec das beste Halbjahresergebnis der Firmengeschichte. Aufgrund von Zukäufen verringerte sich der Bestand an flüssigen Mitteln von Jahresende 2010 zum 30. Juni 2011 um rund 20 Prozent auf 56,5 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote blieb bei 69,1 Prozent.

Risiko runter, Gewinne rauf

Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Lanthaler erhöhte zum zweiten Mal in diesem Jahr das Umsatzziel. Er erwartet nun eine Erlössteigerung von rund 30 Prozent auf 70 Millionen bis 72 Millionen Euro. Die flüssigen Mittel sollen zum Jahresende mehr als 55 Millionen Euro betragen, obwohl Evotec die Forschungsaufgaben auf etwa zehn Millionen Euro steigern und für den Kapazitätsausbau mehr als acht Millionen Euro ausgeben möchte. Zudem sind weitere Übernahmen möglich. Das operative Ergebnis soll dennoch positiv und höher als im vergangenen Jahr ausfallen. Dr. Lanthaler möchte Evotec nachhaltig in die Gewinnzone führen. Als er im Frühjahr 2009 seinen Posten antrat, reduzierte er die teuren und riskanten Eigenentwicklungen von Medikamenten und konzentrierte sich auf Kooperationen mit Pharmafirmen. Aktuell unterzeichnete der Konzernchef eine weltweite Lizenz- und Kooperationsvereinbarung mit einem führenden Unternehmen aus der Tiergesundheit für den Wirkstoff EVT 401 zur Behandlung von Entzündungskrankheiten von Haustieren.

"Buy"

Volker Braun, Analyst der Commerzbank, ist von den Zahlen überrascht und freut sich auch über die angehobene Prognose. Vor diesem Hintergrund bestätigte er seine Einstufung für die Aktie von Evotec mit "Buy" und sein Kursziel von 3,70 Euro. Insgesamt schätzen die Analysten die Gewinne je Aktie für die Jahre 2011 bis 2013 auf 0,03 Euro beziehungsweise 0,05 Euro respektive 0,07 Euro. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner grundsätzlich positiven Einstellung zu Evotec und rät risikobereiten Anlegern die charttechnische Trendwende zu nutzen. Das Kursziel beträgt drei Euro und der Stoppkurs sollte bei 1,50 Euro gesetzt werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Marion Schlegel | 0 Kommentare

Evotec-Aktie: Jetzt wird es spannend

Die Aktie von Evotec muss zum Wochenschluss wieder Federn lassen. Knapp zwei Prozent geht es nach unten auf 23,30 Euro. Damit notiert das Papier wieder knapp unter der wichtigen Unterstützung von 23,36 Euro (Septemberhoch 2018). Hier wäre es wichtig, dass die Aktie auf Schlusskursbasis darüber … mehr
| Marion Schlegel | 0 Kommentare

Evotec-Aktie: Kampf um wichtige Marke

Die Aktie von Evotec hat in den vergangenen Tagen deutlich zulegen können und mit dem Sprung auf ein neues Maihoch ein erstes positives Signal liefern können. Unterstützt wurde das Papier von starken Zahlen für das erste Quartal. . Hier gelang es der Gesellschaft den Umsatz um 27 Prozent auf 104 … mehr