Microsoft
- Werner Sperber - Redakteur

Euro: Microsoft gehört zu den neun weltbesten Aktien

Die Euro hat die besten Aktien der Welt gesucht und dabei solche Unternehmen bevorzugt, die ein sicheres Geschäft betreiben, eine solide Bilanz vorweisen und deren Anteile sich langfristig gut entwickeln – Qualitätsaktien eben. Dazu wurden die 25 am häufigsten in 20 wichtigen Indizes oder Fonds geführten Unternehmen herausgefiltert. Aus diesen 25 Konzernen wurden die nach KBV sowie KGV, KUV und freier Cashflow für das laufende Jahr am günstigsten bewerteten herausgenommen. Als letzter Schritt wurden die Schätzungen für die künftigen Dividenden betrachtet.

Eine der neun übriggebliebenen, in allen Belangen guten Aktien ist die von Microsoft. Die Aktie ist mit einem KBV von 6,2 sowie einem KGV von 20 für dieses Jahr bewertet und bietet eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent. Zudem wies das Unternehmen zum Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 flüssige Mittel von mehr als 100 Milliarden Dollar aus. Da fiel es leicht, Linkedin für gut 20 Milliarden per Anleiheausgabe eingenommene Dollar zu kaufen und sich damit Zugang zu den weltweit 400 Millionen Kunden der führenden Online-Plattform für Geschäfts-Kontakte zu sichern. Auch diese Anleihe-Finanzierung ist eine Art der „Steuer-Optimierung“. Im vergangenen Fiskaljahr zahlte Microsoft nur 15 Prozent des Brutto-Gewinns an Steuern. Der Nettogewinn stieg um 38 Prozent auf 15 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,90 Dollar je Aktie. Davon schüttete das Unternehmen 1,44 Dollar als Dividende aus.

Zwar muss Microsoft mit günstigeren Preisen gegen die Wettbewerber wie Apple oder Alphabet ankämpfen. Doch der seit zwei Jahren an der Konzern-Spitze befindliche Satya Nadella hat die Weichen neu gestellt und gibt dem Cloud-Geschäft absoluten Vorrang, also dem Geschäft mit dem Überlassen von Rechner-Kapazitäten und Software über ein Netzwerk. Die in der Sparte Azure zusammengefassten Cloud-Geschäfte entwickelten sich konzernweit am besten. Microsoft hat sich hierbei eine weltweit führende Rolle erarbeitet. Der Vorstandsvorsitzende möchte alleine mit Azure im Jahr 2018 einen Umsatz von 20 Milliarden Dollar erreichen, wobei dieses Ziel bereits früher erreicht werden kann. Zudem läuft auch das Geschäft mit der klassischen Software, wie etwa Office 365, sehr gut. Der Marktanteil des Betriebssystems Windows liegt bei 90 Prozent und bei Konzernen soll im nächsten Jahr einer von 50 Prozent erreicht werden. Für den Wachstumsmarkt „Online-Spiele“ und die Zukunftsmärkte „Virtuelle Realität (VR)“, unter anderem mit der VR-Brille Hololens, sowie Software für Automobile ist Microsoft bestens gerüstet.

Die Euro geht also von weiter steigenden Gewinnen aus und rät zum Einstieg.

 

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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