Zumtobel
- DER AKTIONÄR

Es werde Licht

Dass man an der Börse von den Unternehmen Gewinne erwartet, scheint auch Zumtobel angespornt zu haben. Der österreichische Leuchtenhersteller hat sich durch eine mehrjährige Restrukturierungsphase fit fürs Parkett gemacht und nach dem Börsengang im Mai mit guten Ergebnissen geglänzt. Zumtobel profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von der starken Nachfrage nach kompletten Lichtlösungen.

Die Österreicher bringen Licht ins Dunkel und verdienen gut daran. Nach einem langen Sanierungsprogramm und dem Börsengang kann sich das Unternehmen sehen lassen.

Dass man an der Börse von den Unternehmen Gewinne erwartet, scheint auch Zumtobel angespornt zu haben. Der österreichische Leuchtenhersteller hat sich durch eine mehrjährige Restrukturierungsphase fit fürs Parkett gemacht und nach dem Börsengang im Mai mit guten Ergebnissen geglänzt. Im Geschäftsjahr 2005/06, das bei den Voralbergern bis Ende April dauert, stieg der Gewinn vor Steuern und Zinsen um 10,4 Prozent auf 99,7 Millionen Euro. Dank einer niedrigeren Steuerquote verbesserte sich der Reingewinn schließlich um 49,5 Prozent auf 43,6 Millionen Euro. Der Umsatz konnte seit 2000 erstmals wieder gesteigert werden und kletterte unverwässert um sechs Prozent auf nahezu 1,2 Milliarden Euro.

Geschäftsidee bestätigt

Zumtobel profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere von der starken Nachfrage nach kompletten Lichtlösungen aus der Bauindustrie. Daneben deckt der Konzern mit Ausnahme der Produktion von konventionellen Glühbirnen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung und Entwicklung über das Design bis hin zur Herstellung von Leuchtsystemen ab. Geschäftsfördernd wirken sich auch die zahlreichen aktuellen Studien aus, welche den positiven Effekt von speziellem Licht auf die menschliche Gesundheit bestätigen. Andere Untersuchungen fordern zum Beispiel den Einsatz tageszeitabhängiger und farbverändernder Lichtsteuerung zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz.

Der Umwelt verpflichtet

Darüber hinaus entwickelt der im Jahr 1950 von Dr. Walter Zumtobel gegründete Konzern innovative Produkte, die besonders energiesparend sind. So rüsten die Österreicher Sportarenen und zahlreiche Werke verschiedener Automobilkonzerne mit ihren Beleuchtungskonzepten aus. Für die Zukunft will Zumtobel seine Marktanteile weiter ausbauen und auch neue Marktsegmente erschließen. Auch werden Teile der Produktion in neue Werke in China und Rumänien verlagert. Durch diese Maßnahmen erwartet die Geschäftsführung für das laufende Jahr ein überproportionales Gewinnwachstum.

Günstig zu haben

Im Kurs der Zumtobel-Anteilscheine sind die höheren Gewinnschätzungen jedoch noch nicht verarbeitet. Obwohl die Aktie unter dem Emissionspreis von 20,50 Euro notiert, ist noch nichts verloren. Im Gegenteil: Gerade jetzt bietet sich eine günstige Möglichkeit einzusteigen. Außerdem hat der Konzern begonnen bis Ende Oktober etwa eine Million eigene Aktien zurückzukaufen, was dem Kurs zusätzliches Potenzial geben sollte.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 32/2006.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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