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Es lebe der König

Flash-Speicher, gleich welcher Art, sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele Millionen Menschen speichern auf den kleinen Karten ihre digitalen Fotos, Musikstücke oder Video-Clips. Flash-Speicher bieten den Vorteil, dass sie auch ohne Stromversorgung die auf ihnen abgelegten Daten behalten. Der Markt wächst rasant, allen voran der für bis zu acht Gigabyte großen und superschnellen NAND-Speicher.

Mit der Akquisition des Konkurrenten M-Systems Flash hat der Speicherkartenhersteller SanDisk seine führende Marktstellung gefestigt. Ist die Aktienbewertung eines Königs würdig?

Flash-Speicher, gleich welcher Art, sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele Millionen Menschen speichern auf den kleinen Karten ihre digitalen Fotos, Musikstücke oder Video-Clips. Flash-Speicher bieten den Vorteil, dass sie auch ohne Stromversorgung die auf ihnen abgelegten Daten behalten. Der Markt wächst rasant, allen voran der für bis zu acht Gigabyte großen und superschnellen NAND-Speicher. Semico Research rechnet hier allein für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzzuwachs (gegenüber 2005) von 40 Prozent auf 16 Milliarden Dollar. Niemals zuvor in der Geschichte der Speichermedien wuchs ein Segment schneller.

Mega-Investition

Die Wachstumsraten, die selbst bei hartgesottenen Analysten nur ungläubiges Staunen hervorrufen, haben SanDisk auf den Plan gerufen. Der Konzern investiert aggressiv, um sich ein großes Stück vom NAND-Kuchen abzuschneiden. Immerhin 1,55 Milliarden Dollar hat sich SanDisk-Vorstand Eli Harari den Kauf von M-Systems Flash kosten lassen. Kein Klacks, aber eine Investition, die sich schon auf kurze Sicht auszahlen könnte, denn mit M-Systems verschafft sich SanDisk Zutritt zum wichtigen Handy-Markt. Handys werden immer multifunktionaler, mit ihnen lassen sich Bilder aufnehmen, Musik abspielen und Videos ansehen – alles Anwendungen, die enorm viel Speicher benötigen. NANDSpeicher kommen da wie gerufen.

NAND-Speicher schaffen aber nicht nur digitalen Stauraum in Handys, MP3-Playern und Camcordern. Im Mai verzichtete Samsung in einem seiner Laptops erstmals auf eine Festplatte, zum Einsatz kommen hier nun ebenfalls NAND-Karten. Kein Wunder, dass SanDisk so schnell wie möglich die Produktion mit dem zukunftsträchtigen Speicher ausweiten will. Gemeinsam mit Toshiba wird nun für fünf Milliarden Dollar eine Fabrik errichtet, in der ab Ende 2007 NAND-Speicher gefertigt werden sollen.

Mega-Potenzial

Die Analysten beurteilen die Maßnahmen des Unternehmens positiv. „Wir glauben, dass SanDisk durch die Übernahme von M-Systems seine führende Position bei Flash-Speichern wiederherstellt“, sagte Gurinder Kalra von Bear Stearns gegenüber Forbes. Und er steht nicht allein da. Seit Anfang August haben fünf Aktienexperten ihre Gewinnprognosen für 2006 noch oben geschraubt. Bei Erlösen von drei Milliarden Dollar rechnen sie nun mit einem Gewinn pro Aktie von 2,32 Dollar. 2007 sollen dann 2,72 Dollar verdient werden.

Kursschwäche nutzen

SanDisk hat sich bestens positioniert, um vom weiteren Wachstum im Flash-Speicher-Markt zu profitieren. Die Bewertung der Aktie lässt mit einem 07er-KGV von 17 noch reichlich Platz nach oben. Langfristig agierende Investoren sollten die aktuelle Kursschwäche bei den Titeln zum Einstieg nutzen, aufgrund der schwierigen Charttechnik aber unbedingt den Stoppkurs von 29,50 Euro beachten.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 34/2006.

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