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- DER AKTIONÄR

Es hat sich ausgeglüht

Mit der weltweiten Diskussion über die Klimaerwärmung gerät die Glühbirne immer stärker in die Kritik. Mit Recht, denn die traditionellen Leuchten gehen nicht nur verschwenderisch mit dem Strom um, sondern im Vergleich mit anderen Leuchtquellen auch schneller kaputt: Nach rund 1.000 Stunden brennt der Leuchtfaden durch.

Leuchtdioden als Ersatz für traditionelle Glühbirnen - das klingt nach Zukunftsmusik? In ein paar Jahren könnte es soweit sein. DER AKTIONÄR nimmt die LED-Branche unter die Lupe.

Mit der weltweiten Diskussion über die Klimaerwärmung gerät die Glühbirne immer stärker in die Kritik. Mit Recht, denn die traditionellen Leuchten gehen nicht nur verschwenderisch mit dem Strom um, sondern im Vergleich mit anderen Leuchtquellen auch schneller kaputt: Nach rund 1.000 Stunden brennt der Leuchtfaden durch. Energiesparlampen schaffen das Fünf- bis Fünfzehnfache und moderne LEDs sogar das bis zu Fünfzigfache. Glühbirnen verbrauchen zudem viel mehr Strom. Eine 60-Watt-Birne verursacht bei einer Nutzung von drei Stunden pro Tag im Jahr Kosten von rund 13 Euro.

Mögliche Alternativen

Schon heute bieten viele Hersteller sogenannte Energiesparlampen an, aber die sind teuer. Experten setzen auf längere Sicht deshalb auf Leuchtdioden, sogenannte LEDs. LEDs sind Halbleiter-Bauelemente, ihre Bauform ist daher extrem klein. Seitdem die Industrie Wege gefunden hat, nicht nur rote, sondern auch weiße, gelbe und blaue LEDs zu produzieren, verbreiten sich die Leuchtzwerge rasant. Wegen der hohen Produktionskosten kommen LEDs für Beleuchtungszwecke heute vor allem für Unternehmen in Betracht, beispielsweise bei der Gebäudebeleuchtung. Aber die Preise sind bereits in den letzten drei Jahren um 75 Prozent gefallen. Dieser Trend dürfte sich mit zunehmenden Stückzahlen fortsetzen.

Massenhaft Patente

Von der Verbreitung der LEDs profitiert unter anderem Color Kinetics. Das US-Unternehmen hat 2004 seine erste weiße Diode zur Marktreife gebracht und sie seither stetig verbessert. Bislang fallen die Umsätze mit den weißen LEDs kaum ins Gewicht, aber das langfristige Potenzial besonders im Privatkundenbereich ist enorm. Bis es soweit ist, verdient Color Kinetics sein Geld mit bunten LEDs, beispielsweise zur Illumination von Gebäuden, Gartenanlagen oder Swimmingpools. Die Firma verfügt über mehr als 60 Patente, weitere 180 wurden angemeldet. Aus Anlegersicht besonders wichtig: Color Kinetics wächst stark. In den letzten Jahren wurden regelmäßig Zuwachsraten von mehr als 20 Prozent erreicht, zuletzt setzte die Firma 18 Millionen Dollar um und erzielte dabei einen Gewinn von 1,5 Millionen Dollar. Das Brot-und-Butter-Geschäft der US-Firma Cree ist hingegen die Produktion von LEDs, wie sie in Handydisplays und anderen Handhelds zur Beleuchtung benötigt werden. Dem beinharten Wettbewerb mit asiatischen Anbietern ist es zu verdanken, dass die Aktien lange Zeit trotzdem nicht vom Fleck kamen. Die Einsatzgebiete für LEDs weiten sich zunehmend aus und Cree sollte als Spezialist für besonders leuchtstarke Dioden von diesem Trend profitieren.

Für jeden etwas

Langfristig werden LEDs in den Privathaushalten Einzug halten – ein Riesengeschäft. Konservative Anleger setzen auf GE oder Phillips, die sich ein großes Stück vom Kuchen abschneiden werden. Risikofreudige Investoren sollten vor allem ein Auge auf Color Kinetics werfen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 24/2007.

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