Sinnerschrader
- DER AKTIONÄR

Es "rockt" wieder

Der E-Commerce boomt in Deutschland – unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung. Das belegen die Zahlen des IT-Branchenverbandes Bitkom. Der Umsatz im Internet ist in Deutschland im letzten Jahr um 58 Prozent auf 321 Milliarden Euro gestiegen. Bis zum Jahr 2009 wird der Internethandel nach Schätzungen der Marktforscher auf rund 694 Milliarden Euro weiter zulegen.

Dank kräftig wachsender Online-Umsätze floriert das Geschäft des Hamburger Internetdienstleisters SinnerSchrader. Die Aktie ist noch attraktiv bewertet.

Der E-Commerce boomt in Deutschland – unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung. Das belegen die Zahlen des IT-Branchenverbandes Bitkom. Der Umsatz im Internet ist in Deutschland im letzten Jahr um 58 Prozent auf 321 Milliarden Euro gestiegen. Bis zum Jahr 2009 wird der Internethandel nach Schätzungen der Marktforscher auf rund 694 Milliarden Euro weiter zulegen. Treibende Faktoren dieser Entwicklung sind die steigende Zahl der Internetnutzer, hohe Sicherheitsstandards bei Online-Käufen, die zunehmende Akzeptanz elektronischer Bezahlsysteme sowie das Handy als zusätzlicher Verkaufskanal. Dieser Entwicklung tragen immer mehr Unternehmen Rechnung, indem sie verstärkt Marketing-Budgets ins Internet verlagern. Ein Trend, der Internetdienstleistern wie der Hamburger SinnerSchrader AG florierende Geschäfte beschert.

Kosten runter, Ergebnis rauf

Das bestätigen die kürzlich vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2005/06 (zum 31. August). Der Umsatz kletterte erwartungsgemäß um zehn Prozent auf 15,8 Millionen Euro. Der Nettogewinn verdoppelte sich von 0,5 Millionen auf 1,0 Millionen Euro, womit die Hamburger ihre Prognosen deutlich schlagen konnten. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2006/07 dürfte der Internetdienstleister sein Ergebnis deutlich stärker als den Umsatz steigern. Nachdem die Hanseaten durch den Umzug in ein kleineres Gebäude rund 900.000 Euro an Miete jährlich sparen, werden sich die Margen ab dem laufenden Jahr sprunghaft verbessern. DER AKTIONÄR rechnet daher mit einem Ergebnisanstieg um 60 Prozent auf 1,6 Millionen Euro. Für Umsatzzuwächse sorgt die immer größere Bedeutung des Internets als Vertriebs- und Marketingkanal. Aber auch Zukäufe sollen für weitere Impulse sorgen. Mit einer Nettoliquidität von rund zehn Millionen Euro ist SinnerSchrader finanziell bestens für eine Einkaufstour ausgestattet.

Gut unterfüttert

E-Commerce „rockt“ wieder, so sieht es zumindest SinnerSchrader-Chef Matthias Schrader. Das dürfte auch für die Aktie gelten, nachdem im laufenden Jahr bei Marge und Ergebnis ein Sprung zu erwarten ist. Mit einem 2006/07er-KGV von 12 (cashbereinigt: 6) bietet SinnerSchrader ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis, zumal die Hälfte der Marktkapitalisierung mit Cash unterfüttert ist.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 43/2006.

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