Intel
- Werner Sperber - Redakteur

ES: Intel wird jetzt gewaltig zurückkommen

Der Effecten-Spiegel verweist auf den Kursrutsch des weltgrößten Herstellers von Computerchips, was aber offensichtlich an der erfolgsverwöhnten Haltung der Anleger als tatsächlich an den Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres und dem Ausblick auf das vierte Quartal liegt. Die Ergebnisse von Intel überraschten teilweise sogar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um neun Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar und der Gewinn um ebenfalls neun Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal sollen 15,7 Milliarden Dollar erlöst werden. Damit kamen Sorgen auf, der sich zuletzt stabilisierende Markt für Personal Computer könnte im Weihnachtsgeschäft wieder schwächer werden. Tatsächlich leidet die Kernsparte mit Prozessor-Chips für PCs und das Unternehmen hat das sehr stark laufende Geschäft mit Chips für Smartphones verpasst.

 

Allerdings will Intel nun das Geschäft mit Chips für Rechenzentren und das sogenannte Cloud-Computing (Bereitstellung von Rechnerkapazitäten über ein Netzwerk) stärken. Auch auf dem Markt für Halbleiter im Zukunftsmarkt „Internet der Dinge“ soll das Unternehmen aggressiv gut positioniert werden. Dafür kaufte Intel im vergangenen Jahr für 17 Milliarden Dollar die Firma Altera, deren Chips unter anderem in Automobilen und Maschinen verbaut werden. Darin liegt auch die Hoffnung auf ein Comeback der Aktie von Intel. Zudem könnte Intel einer Milliarden-Strafe in der Europäischen Union entgehen, weil ein Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) unter anderem Rechtsfehler bei der Beurteilung von Rabatten festgestellt hat. Das EuGH folgt solchen Ansichten in der Regel.

 

Vor diesem Hintergrund rät der Effecten-Spiegel risikobereiten Anlegern zum Einstieg.

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