SIMULATIONS PLUS DL-,01
- DER AKTIONÄR

Erfolgreicher "Simulant"

Die Entwicklung neuer Medikamente ist zeit- und kostenintensiv. Zehn Jahre und mehr kann es dauern, bis eine neue Arznei den Weg von den Labors in die Verkaufsregale geschafft hat. Und Investitionen von bis zu 500 Millionen Dollar sind fällig, bis die Gesundheitsbehörden grünes Licht für die Vermarktung geben. Bis sich diese Investitionen wieder amortisieren, kann es Jahre dauern. Kein Wunder also, dass die Entwickler bestrebt sind, die Kosten zu minimieren.

Die Pharma- und Biotech-Branche muss Geld sparen. Das spielt der kleinen Firma Simulations Plus in die Karten. Und auch deren Aktionären.

Die Entwicklung neuer Medikamente ist zeit- und kostenintensiv. Zehn Jahre und mehr kann es dauern, bis eine neue Arznei den Weg von den Labors in die Verkaufsregale geschafft hat. Und Investitionen von bis zu 500 Millionen Dollar sind fällig, bis die Gesundheitsbehörden grünes Licht für die Vermarktung geben. Bis sich diese Investitionen wieder amortisieren, kann es Jahre dauern. Kein Wunder also, dass die Entwickler bestrebt sind, die Kosten zu minimieren. Hilfreich ist dabei, dass sich einige der Tests, die in klinischen Studien durchgeführt werden müssen, um zum Beispiel die Verträglichkeit und die Wirksamkeit eines Wirkstoffes zu belegen, mittlerweile auch im Computer simulieren lassen. Allerdings geht dies nicht ohne die entsprechende Spezial-Software. Und die liefert das kleine US-Unternehmen Simulations Plus.

Echte Highlights

Zu den Highlights im Programm von Simulations Plus gehört zum Beispiel GastroPlus. Mit dieser Software können Forscher schon am Computer erkennen, ob und wie ein Wirkstoff durch den Verdauungstrakt aufgenommen wird. Der AdmetPredictor sagt vorher, ob sich ein Wirkstoff für eine orale Verabreichung eignet, die Standard-Software ClassPharmer liefert nicht nur Aufschlüsse über die mögliche Giftigkeit eines Stoffes, sondern hilft auch bei der Verwaltung von Daten aus den klinischen Tests. Bei kleineren Unternehmen besonders gefragt: ein Programm, das Unterstützung bei der Zusammenstellung eines Zulassungsantrag liefert. Denn nicht selten wird die Zulassung auch wegen eines fehlerhaften Antrags abgelehnt.

Schwarze Zahlen

Das Geschäft mit der Software ist für Simulations Plus durchaus einträglich: Seit 2002 schreiben die Kalifornier schwarze Zahlen. Im dritten Quartal 2006 (per 31. Mai) verbesserte sich das Nettoergebnis um 123 Prozent auf 0,39 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie. Beim Umsatz konnte mit einem Zuwachs um knapp 26 Prozent auf 1,79 Millionen Dollar ein neuer Rekordwert für das dritte Quartal erzielt werden. Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten einen Umsatz von 4,45 Millionen Dollar, der Gewinn soll sich auf 14 Cent je Aktie belaufen. Für das kommende Jahr erwarten die Experten eine weitere Steigerung: Der Umsatz soll sich auf 6,4 Millionen Dollar erhöhen, der Gewinn soll auf 23 Cent je Anteilschein steigen.

50 Prozent Potenzial

Die Aktie von Simulations Plus eignet sich als spekulative Depotbeimischung für sehr risikobereite Anleger. Ein kürzlich erfolgter Aktiensplit im Verhältnis 2:1 hat die Liquidität der Aktien – ein Kritikpunkt vergangener Jahre – erhöht. Auf Sicht von zwölf Monaten traut der aktionär dem Titel ein Kursplus von 50 Prozent zu.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 36/2006.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV