SYGNISPharma
- DER AKTIONÄR

Erfolgreiche Tests

Die Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre werden. Denn der demographische Wandel führt zu einem immer größeren werdenden Anteil von älteren Personen an der Gesamtbevölkerung. Lag dieser im Jahr 2005 noch bei rund zehn Prozent, so reichen Schätzungen für das Jahr 2050 bereits bis 22 Prozent.

Trotz der zuletzt hervorragenden Forschungsergebnisse ist die Aktie von Sygnis von den Börsianern noch weitgehend unentdeckt. Dies eröffnet eine gute Einstiegsgelegenheit.

Die Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre werden. Denn der demographische Wandel führt zu einem immer größeren werdenden Anteil von älteren Personen an der Gesamtbevölkerung. Lag dieser im Jahr 2005 noch bei rund zehn Prozent, so reichen Schätzungen für das Jahr 2050 bereits bis 22 Prozent. Da ZNS-Erkrankungen überwiegend im Alter auftreten, rechnen Experten damit, dass sich allein die Zahl der Schlaganfallpatienten in den nächsten 30 Jahren verdoppeln wird. Da die durch Schlaganfall verursachten Kosten – in den USA rund 50 Milliarden Dollar jährlich – sehr hoch sind, wäre ein wirksames Medikament von immenser Bedeutung.

Hoffnungsträger in Phase II

Die Sygnis Pharma AG, die im Jahre 2006 aus dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Axaron Bioscience und der Lion Bioscience hervorgegangen ist, verfügt mit AX200 über einen aussichtsreichen Produktkandidaten. Die Gesellschaft verfolgt dabei einen vollkommen neuartigen und umfassenden Therapieansatz. Dieser zielt nicht nur auf die Akutbehandlung ab, sondern soll auch die Regeneration des bereits geschädigten Nervensystems fördern. In der vergangenen Woche meldete Sygnis den erfolgreichen Abschluss der klinischen Phase-IIa-Studie. Dabei wurden die primären und sekundären Endpunkte erreicht: Der Einsatz von AX200 bei Schlaganfallpatienten erwies sich als sicher und gut verträglich. In einer voraussichtlich Anfang 2008 startenden Studie der Phase IIb soll nun das Präparat auf seine Wirksamkeit getestet werden. Das Marktpotenzial für AX200 ist immens groß. Dr. Alfred Bach, Vorstandsvorsitzender der Sygnis AG, bestätigte im Gespräch mit dem aktionär, dass weiterhin das Ziel sei, in Zukunft rund 30 bis 40 Prozent der Schlaganfallpatienten mit dem Medikament zu erreichen. Außerdem führe man bereits erste Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern. Weitere Tests laufen derzeit zur Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS), Rückenmarksverletzungen und Morbus Parkinson. Der Eintritt in die klinische Studien soll im kommenden Jahr erfolgen. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, bis 2010 über ein bis zwei Produktkandidaten in jeder Phase der klinischen Entwicklung zu verfügen. Dabei denkt die Firma auch über die Einlizenzierung externer Projekte nach. Zum 31. März betrugen die liquiden Mittel 26,7 Millionen Euro, bei einem voraussichtlichen Mittelabfluss von 10,5 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr. Eine Aufstockung der Cash-Reserven über den Kapitalmarkt ist somit nicht auszuschließen.

Großes Potenzial

Auf die hervorragenden Studiendaten hat die Aktie bislang noch nicht reagiert, sodass der Wert auf dem aktuellen Niveau immer noch günstig zu haben ist. Interessant ist zudem die Aktionärsstruktur: Größter Einzelaktionär ist die Familie Hopp, gefolgt von BASF. Die Aktie eignet sich aufgrund der derzeitigen Fokussierung auf nur einen Produktkandidaten allerdings nur für den spekulativen Anleger mit einem längeren Anlagehorizont. Im Falle positiver Ergebnisse hat der Wert aber durchaus das Potenzial, sich zu verdoppeln.

Kursziel für Sygnis: 4,00 Euro. Stopp: 1,55 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 32/2007.

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