RWE
- Thorsten Küfner - Redakteur

Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht: E.on und RWE haussieren

Das Bundesverfassungsgericht hat entscheiden, dass den Atomkraftwerksbetreibern E.on, RWE und Vattenfall für den 2011 beschlossenen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie eine Entschädigung zusteht. Die Aktien legen kräftig zu, obwohl noch völlig unklar ist, wie hoch diese letztlich ausfallen wird.

Kurz nach Verkündung des Urteils schossen die Anteile von E.on und RWE um bis zu sieben Prozent nach oben. Mittlerweile belaufen sich die Gewinne auf rund vier Prozent. Das Problem: Sollte der deutsche Staat zu einer hohen Entschädigungszahlung verpflichtet werden, könnte sich das bei der eigentlich schon nahezu abgeschlossenen Frage der Kosten für die Atommüll-Endlagerung negativ für E.on und RWE auswirken. Hier wäre es durchaus denkbar, dass im Falle einer Entschädigung die Regierung dann doch eine höhere Beteiligung der beiden Versorger am Fonds einfordert.

Zwei Haken für die Aktionäre

Zudem hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass es sich bei dem beschleunigten Ausstieg nicht (!) um eine Enteignung gehandelt habe. Somit wird definitiv nicht die komplette geforderte Summe von 19 Milliarden an E.on, RWE und Vattenfall gezahlt werden.

Nur für Mutige
Die Aktien von E.on und RWE werden wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten ein Spielball der Politik bleiben. Von daher sollten hier ausnahmslos mutige Anleger zugreifen. Für konservative Anleger eignet sich hingegen die Aktie von Innogy besser.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Ein toller Wochenstart

Im schwachen Marktumfeld zum Wochenstart führt die RWE-Aktie den DAX deutlich an. Der Versorger profitiert vom Platzen der Jamaika-Verhandlungen. Der schnelle Kohleausstieg, der von den Grünen gefordert wird, wird damit unwahrscheinlicher. Zudem beflügeln erneut Gerüchte um die Tochter Innogy. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

RWE: Solide Zahlen, was jetzt?

Der Energieversorger RWE hat den Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert. Hierbei halfen natürlich auch die Einmalerträge durch die Rückzahlung der Brennelementesteuer. Doch auch ohne diese Sondereffekte konnten die Essener ihr Ergebnis kräftig … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das neue Selbstbewusstsein

RWE ist wieder im Angriffsmodus. Der Versorger, der im vergangenen Jahr noch um die Existenz kämpfte, hat seine Marktposition deutlich verbessert. Inzwischen will der Konzern die anstehende Konsolidierung in der Branche wieder aktiv gestalten. Ausreichend Möglichkeiten dafür dürfte es geben. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Angst vor Jamaika, aber…

Der Versorger RWE hat den Umbau gemeistert. Unter anderem durch die Abspaltung von Innogy hat der DAX-Konzern seine angeschlagene finanzielle Lage deutlich verbessert. Hinzu kommen steigende Strompreise und die anhaltende Bedeutung der konventionellen Kraftwerke. Die Koalitionsverhandlungen in … mehr