Deutsche Bank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Endlich Frieden: 800-Millionen-Deal mit Kirch-Erben?

Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende: Die Deutsche Bank scheint endlich das belastende Thema Kirch vom Tisch zu bekommen. Wie die SZ schreibt, steht ein Vergleich an. Die Bank könnte demnach 800 Millionen Euro zahlen - plus Zinsen. Das Präsidium des Aufsichtsrats und der zuständige Integritätsausschuss des Kontrollgremiums würden am Mittwoch über diese Lösung beraten.

Der ehemalige Deutsche-Bank-Vorstand Breuer hatte Bloomberg TV ein Interview gegeben und auf die Frage, ob der Kirch Gruppe wohl grundsätzlich geholfen wird, gesagt: "Das halte ich für relativ fraglich. Was alles man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.“ Schließlich ging das Kirch-Imperium Pleite.

Belastungen kommen auf die Deutsche Bank auch aus den USA zu. Die Notenbank Fed verabschiedete am Dienstag strengere Regeln für das Eigenkapital, die Liquidität und das Risikomanagement. Die neuen Auflagen gelten unter anderem für die Deutsche Bank.

36-Euro-Marke im Fokus

Der Kirch-Deal liegt im Rahmen der Erwartungen und dürfte die Aktie nicht nachhaltig beeinflussen. DER AKTIONÄR bleibt auf lange Sicht zuversichtlich. Geduldige Anleger steigen ein und setzen den Stopp bei 30,50 Euro. Trader warten die Zurückeroberung der 36-Euro-Marke ab.

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