- Maximilian Völkl

Elite Defensiv Index: Eine sichere Bank

Volatile Börsenphasen sind nichts für schwache Nerven. Für Anleger ist es kaum möglich, den richtigen Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf von Aktien zu finden. Es gibt aber auch Unternehmen, die beinahe ungeschoren durch solche Phasen kommen.

Die große Kunst ist es, diese Aktien, die seit Jahren immer steigen, herauszufiltern. der aktionär hat sich dieser Aufgabe gewidmet und bereits im vergangenen Jahr 15 Unternehmen dieser Art in den Elite Defensiv Index (EDI) aufgenommen. Die jüngste Performance des EDI zeigt: Die Auswahl war gut. Seit Beginn der Turbulenzen Anfang 2018 wurde der DAX deutlich outperformt.

Klar strukturierter Auswahlprozess

Um den EDI zusammenzusetzen, werden die Unternehmen aber nicht beliebig ausgewählt. Es gilt vielmehr ein strikter Auswahlprozess, nach dessen Regeln eine Aufnahme erfolgt. Im ersten Schritt ermittelt das Indexkomitee, das aus aktionär-Experten besteht, ein Universum aus 100 Aktien. Diese müssen mindestens seit fünf Jahren an der Börse sein und eine Marktkapitalisierung von mehr als 300 Millionen Euro aufweisen. Hinzu kommt ein subjektives Kriterium: Alle potenziellen Indexmitglieder müssen nach Auffassung der Experten zu den am nachhaltigsten wachsenden und stabilsten Unternehmen gezählt werden – und das auf Basis sowohl der langfristigen Umsatz- als auch der Gewinnentwicklung.

In zwei weiteren Schritten wird geprüft, ob die Aktien Relative Stärke zeigen. Berücksichtigt werden zunächst einmal nur Werte, die sich in einem intakten Aufwärtstrend nach Olivier Seban befinden. Ist auch dieses Kriterium erfüllt, wird noch der TBI-Score (TBI = Trend-Bestätigungs-Index) ausgewertet. Dieser misst die Qualität eines Trends, wobei zwei einfache gleitende Durchschnitte in Relation zueinander gesetzt werden. Lediglich die Aktien mit dem höchsten Score finden Aufnahme in den EDI.

Die Zusammensetzung des Elite Defensiv Index ist zudem nicht starr. Viermal im Jahr wird die Zusammensetzung überprüft und gegebenenfalls angepasst. Dies geschieht jeweils am letzten Handelstag im Januar, April, Juli und Oktober. Aus dem Index fällt eine Aktie, wenn sie keinen Aufwärtstrend nach Seban mehr aufweist. Neu aufgenommen wird dann wieder ein Wert, der alle drei genannten Aufnahmekriterien erfüllt.

EDI mit 15 Mitgliedern

Der Auswahlprozess sorgt dafür, dass der EDI immer 15 Mitglieder hat. Aktuell sind prominente Namen wie Amazon, Baidu oder McDonald‘s mit von der Partie. Allerdings sind auch hierzulande eher unbekannte Werte wie Ametek, Cog­nizant Technology Solutions oder Ross Stores im Index vertreten. Aus Deutschland haben lediglich der MDAX-Konzern CTS Eventim sowie der Maschinenbauer Berthold Hermle den Sprung in den EDI geschafft.

Betrachtet man den Tickethändler CTS, wird allerdings schnell klar, warum auch Unternehmen im EDI sind, die nicht jeder Anleger auf der Rechnung hat. Allein seit 2009 kommt die Aktie inklusive Dividende auf eine Gesamtrendite von 677 Prozent. Die Trendstärke und das aussichtsreiche operative Geschäft dürften aber dafür sorgen, dass das Potenzial nach wie vor nicht ausgereizt ist.

Beeindruckende Entwicklung 2018

Der EDI ist so konzipiert, dass Anleger auch in schwierigen Börsenzeiten keine Angst um ihr Geld haben müssen. In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass diese Strategie aufgeht. Seit die Volatilität an den Börsen in diesem Jahr deutlich zugenommen hat, performt der EDI deutlich stärker als der DAX. Trotz der schwächeren Monate Ende 2017 ist der EDI damit auch auf Jahressicht wieder besser gelaufen als die Benchmark, der deutsche Leitindex.

Auch in Zukunft dürfte sich an dieser Konstellation nichts ändern. Dank der Auswahlkriterien werden beim EDI Konzerne aus trendschwachen Branchen gar nicht erst berücksichtigt. Während der DAX beispielsweise seit Jahren unter der schwachen Performance der Deutschen Bank und der Commerzbank leidet, sucht man Bank-Aktien im EDI vergeblich. Trendstarke Werte wie Amazon oder Baidu, die seit Jahren nur den Weg nach oben kennen, sorgen dagegen dafür, dass Anleger frei nach Kostolany handeln können: Aktien kaufen und liegen lassen.

Große Auswahl an Produkten

Anleger können mit verschiedenen Knock-out-Produkten von Morgan Stanley auf den EDI setzen. Wer beruhigt auf sein Depot blicken will und eine starke Rendite bei hoher Sicherheit einfahren möchte, der setzt auf den Schein mit der WKN MF1G4A. Dieser bildet den Elite Defensiv Index 1:1 ab. Auch wenn es der Grundidee etwas widerspricht, langfristig sichere Gewinne zu erwirtschaften, gibt es auch Produkte für mutigere Anleger. Von Hebel 2,0 bis 5,0 ist hier alles dabei.

Hinweis auf potenzielle Interessen­konflikte gemäß §34b WpHG:

Herr Bernd Förtsch, Verleger und Eigentümer der Börsenmedien AG, hält mittelbar eine wesentliche Beteiligung an der FinTech Group AG, zu der auch der Onlinebroker flatex und die biw Bank für
Investments und Wertpapiere AG ge­hören. flatex und biw profitieren über die Kooperation mit Morgan Stanley vom Anlageerfolg der Zertifikate.

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