Wirecard
- DER AKTIONÄR

Einfach "Master"-lich!

Umsatz innerhalb von drei Jahren verdoppelt, Betriebsergebnis im selben Zeitraum verdreifacht: Für 2007 hat die Wirecard AG ein EBIT-Wachstum von mehr 50 Prozent angekündigt. DER AKTIONÄR hat den Vorstandsvorsitzenden Dr. Markus Braun zur Bedeutung der jüngsten Deals befragt.

Die Zusammenarbeit mit Mastercard führt Wirecard in neue Dimensionen und eröffnet der Aktie weiteres Kurspotenzial.

Umsatz innerhalb von drei Jahren verdoppelt, Betriebsergebnis im selben Zeitraum verdreifacht: Für 2007 hat die Wirecard AG ein EBIT-Wachstum von mehr 50 Prozent angekündigt. DER AKTIONÄR hat den Vorstandsvorsitzenden Dr. Markus Braun zur Bedeutung der jüngsten Deals befragt.

DER AKTIONÄR: Herr Dr. Braun, Gratulation zum hervorragenden 2006er-Ergebnis. Was waren die Umsatztreiber für den Umsatzanstieg von 55,5 auf knapp 82 Millionen Euro?

DR. MARKUS BRAUN: Dieser Anstieg resultiert zu jeweils rund 50 Prozent aus dem Bestands- sowie dem Neukundengeschäft. Zu unseren neuen Kunden zählen vorwiegend Unternehmen aus den Bereichen Versandhandel, Touristik und Konsumgüter. In all diesen Branchen entwickelt sich das Internet zu einem zusätzlichen, teilweise sogar dominierenden, Vertriebskanal.

Beste Voraussetzungen für ein weiterhin dynamisches Wachstum.

Ja, aktuelle Studien prognostizieren bis 2011 ein jährliches Wachstum des Internethandels von mehr als 25 Prozent. Dieser Trend ist unser wesentlicher Wachstumstreiber. Mit unserer Strategie, innovative Internettechnologien mit Bankdienstleistungen zu kombinieren, sind wir zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren stärker als der Markt wachsen zu können.

Welche Vorteile bringt die virtuelle Mastercard Ihren Kunden?

Die virtuelle Mastercard der Wirecard Bank versteht sich als innovatives Online- Bezahlverfahren und richtet sich an Verbraucher, die ihre bestehende Kreditkarte nicht online einsetzen wollen, beziehungsweise über keine Kreditkarte verfügen. Diese können sich einfach und sicher online anmelden, ein Guthaben einzahlen und bei Millionen von Händlern im Internet einkaufen. Im Gegensatz zu anderen Verfahren, verknüpft das Produkt Wirecard die Vorteile innovativer Internetbezahllösungen mit einer vollwertigen Prepaid Mastercard.

Was ist der Unterschied zwischen der „virtuellen“ Mastercard und der für März 2007 angekündigten „physischen“ Mastercard?

Künftig können Nutzer der Wirecard optional auch eine physische Prepaid Mastercard beziehen und zusätzlich im Rahmen des jeweiligen Guthabens auch bei allen stationären Mastercard Akzeptanzstellen bezahlen. Damit macht das Internetbezahlverfahren Wirecard den Schritt in die physische Welt. Diese Zusatzfunktion ist natürlich vor allem für Nutzer interessant, die heute noch nicht über eine Kreditkarte verfügen.

Welchen Vorteil bringt Ihnen die Zusammenarbeit mit der asiatischen Kreditkartenorganisation J.C.B.?

Diese Kooperation ist Teil unserer Strategie, Händlern ein umfassendes internationales Produkt- und Leistungsspektrum zu bieten. JCB International ist eines der führenden asiatischen Kreditkartenunternehmen und bietet unseren Händlern Zugang zu über 50 Millionen Karteninhabern.

Neues Kursziel

Wirecard hat sich zu einem Aushängeschild des TecDAX gemausert. Auch nach dem Kursanstieg um 270 Prozent seit Empfehlung in Ausgabe 26/2005 ist die mit einem 2008er-KGV von 17 bewertete Aktie lange noch nicht ausgereizt. DER AKTIONÄR erhöht sein 12-Monats-Kursziel auf zwölf Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 10/2007.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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