Group Business Software
- DER AKTIONÄR

Eine starke Gruppe

Die Geburtsstunde der „neuen“ Group Technologies AG stellte im vergangenen Jahr ein Novum in der deutschen Börsenhistorie dar: Mit der Globalware AG, der GAP AG sowie der „alten“ Group Technologies AG fusionierten erstmals gleich drei börsennotierte Gesellschaften. Die erhoffte Aufmerksamkeit seitens der Anleger blieb allerdings bisher aus – noch.

Aller guten Dinge sind drei. Auch im Fall Group Technologies scheint sich dies zu bewahrheiten.

Die Geburtsstunde der „neuen“ Group Technologies AG stellte im vergangenen Jahr ein Novum in der deutschen Börsenhistorie dar: Mit der Globalware AG, der GAP AG sowie der „alten“ Group Technologies AG fusionierten erstmals gleich drei börsennotierte Gesellschaften. Die erhoffte Aufmerksamkeit seitens der Anleger blieb allerdings bisher aus – noch.

Sonderkonjunktur

Der in Eisenach ansässige Group-Konzern ist in zwei dynamisch wachsenden Sparten aktiv: Während der Bereich CRM auf Lotus Notes basierende Lösungen für das Kundenbeziehungs-Management bietet, deckt das Hauptprodukt iQ.Suite des Geschäftsfelds E-Mail-Management die gesamte Bandbreite der E-Mail-Verwaltung ab. Neben dem Kernthema EMail- Sicherheit sind es insbesondere neue gesetzliche Anforderungen für die geschäftliche E-Mail-Kommunikation, die Group überdurchschnittliche Wachstumsraten bescheren. Für viele Beobachter überraschend, gelang dem Software-Konzern bereits im Geschäftsjahr 2006 trotz hoher Verschmelzungskosten der Sprung in die schwarzen Zahlen. Bei Umsätzen von 17,5 Millionen Euro übertraf Group mit einem operativen Gewinn von 1,5 Millionen Euro die eigenen Prognosen deutlich. Ebenso beachtlich: die Eigenkapitalquote liegt nunmehr bei beruhigenden 70 Prozent.

Zukäufe geplant

Für die Jahre 2007 und 2008 stellte Vorstandschef Joerg Ott im Gespräch mit dem AKTIONÄR organische Wachstumsraten von 20 Prozent pro Jahr in Aussicht. Der Gewinn je Aktie soll von 0,06 Euro im laufenden auf 0,11 Euro im kommenden Jahr ansteigen. Für 2009 werden 0,17 Euro je Aktie angepeilt. Allerdings sind Zukäufe in diesen Planungen noch gar nicht berücksichtigt. Ott hat für beide Geschäftsfelder bereits je einen Übernahmekandidaten im Visier. Läuft alles nach Plan, könnte schon in wenigen Wochen die erste Vollzugsmeldung über die Ticker laufen. Klappt es mit den anvisierten Zukäufen, dürfte das 2008er-Ergebnis auf mindestens 0,13 Euro je Aktie ansteigen. Auf aktuellem Kursniveau entspricht dies einem KGV von unter 6.

Unverschämt günstig

Die Tatsache, dass Group Technologies im Videotext von n-tv noch immer unter der Bezeichnung Globalware geführt wird, beweist die geringe Aufmerksamkeit, die der Aktie derzeit zuteil wird, und eröffnet spekulativen Anlegern eine lukrative Einstiegschance. Angesichts eines Kurs-Umsatz-Verhältnisses von deutlich unter 1 und einem 2008er-KGV von unter 6 ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Aktie den Widerstand bei 0,80 Euro nachhaltig überwinden kann.

Kursziel bei Group Technologies: 1,25 Euro. Stopp: 0,60 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 20/2007.

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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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