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- DER AKTIONÄR

Eine Chance für Nachzügler

Dem deutschen Aktienindex DAX ist bislang trotz seiner starken Entwicklung der vergangenen vier Jahren eines verwährt geblieben: sein bisheriges Allzeithoch aus dem Frühjahr 2000 zu knacken. Das sieht beim US-amerikanischen Leitindex, dem Dow Jones Industrial, etwas anders aus. Der übertraf in der vorletzten Woche erstmals die Marke von 13.000 Punkten und notiert damit bereits jetzt um zehn Prozent höher als bei seinem Höchststand des Boomjahres 2000.

Der Dow Jones markiert ein Rekord nach dem anderen. Bei einem Titel ergeben sich trotzdem Kaufchancen.

Dem deutschen Aktienindex DAX ist bislang trotz seiner starken Entwicklung der vergangenen vier Jahren eines verwährt geblieben: sein bisheriges Allzeithoch aus dem Frühjahr 2000 zu knacken. Das sieht beim US-amerikanischen Leitindex, dem Dow Jones Industrial, etwas anders aus. Der übertraf in der vorletzten Woche erstmals die Marke von 13.000 Punkten und notiert damit bereits jetzt um zehn Prozent höher als bei seinem Höchststand des Boomjahres 2000. Ausschlaggebend für den jüngsten größeren Satz waren die guten Quartalszahlen einiger der im Dow gelisteten Konzerne. Der Flugzeugbauer Boeing und der Getränkeproduzent Coca-Cola etwa sorgten mit überraschend starken Ergebnissen dafür, dass das wichtigste Börsenbarometer der Welt weiter zulegte und zwischenzeitlich sogar auf über 13.250 Punkte stieg. Allein in diesem Jahr hat der Dow um sechs Prozent im Wert zugelegt.

Gute Voraussetzungen

Für die Rallye gibt es aber noch einige andere gute Gründe als die starken Unternehmenszahlen. So erkennen Marktbeobachter Anzeichen eines leicht sinkenden US-Wirtschaftswachstums. Damit nimmt der Inflationsdruck ab, was die Anleger dazu veranlasst, auf eine Zinssenkung der USNotenbank zum Jahresende zu spekulieren. Das macht insofern auch Sinn, als jüngste Statistiken wie etwa der unveränderte Verbraucherpreisindex keinen Hinweis auf einen Preisdruck liefern.

Microsoft mit Nachholpotenzial

Alles in allem bleibt der Dow vor diesem Hintergrund für Investoren interessant. Und einige Aktien haben im laufenden Jahr schon einmal gezeigt, wohin die Reise gehen kann. Die Aktie des Mischkonzerns Honeywell beispielsweise hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres um mehr als 20 Prozent zugelegt. Fast genauso gut haben sich in diesem Zeitraum die Notierungen des Maschinenbauers Caterpillar, des Pharmakonzerns Merck und des Aluminiumherstellers Alcoa entwickelt. Es gibt aber dementsprechend auch Titel, die dem Dow hinterherhinken. So etwa Microsoft. Der Aktienkurs des Softwaregiganten zeigt sich nach einer zwischenzeitlichen Berg- und Talfahrt gegenüber dem Jahresanfang nahezu unverändert. Und ist in der Performance-Rangliste der Dow-Werte der letzten vier Monate nur im unteren Mittelfeld zu finden. Und gerade hier schlummert noch Nachholpotenzial. Jüngst haben nämlich die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal für gute Laune unter den Microsoft-Aktionären gesorgt. Der Konzern aus Redmond gab einen Gewinnzuwachs von 65 Prozent bekannt. Der Profit fiel höher aus, als der Durchschnitt der Analysten erwartet hatte. Vor allem der Umsatz mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista sorgte dafür: Der Geschäftsbereich, der für Vista verantwortlich ist, nahm mit 5,27 Milliarden Dollar 67 Prozent mehr ein als im Jahr zuvor. Ein Erfolg, der sogar Microsoft selbst überraschte – ein Mitarbeiter sagte, die Vista-Umsätze hätten die eigenen Erwartungen um 300 bis 400 Millionen Dollar übertroffen.

Ein Index auf Kaufniveau

Der Dow Jones lädt auch nach der jüngsten Kursrallye noch zum Investieren ein, denn nach wie vor sind die Titel im Durchschnitt günstig bewertet. Auf Basis der Schätzungen für 2008 beträgt ihr Kurs-Gewinn-Verhältnis 14. Größter Favorit des AKTIONÄRS im Dow ist derzeit Microsoft.

Kursziel bei Microsoft: 33,00 Euro. Stopp: 18,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 20/2007.

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