Wynn Resorts Ltd.
- DER AKTIONÄR

Ein Wynn-Wynn-Geschäft

Mit dem Wynn Macao hat Firmengründer Steve Wynn wieder einmal den richtigen Riecher bewiesen: Auf rund zwölf Prozent schätzen Experten den Marktanteil Wynns im schnellstwachsenden Glücksspielmarkt der Welt. Der Erfolg des Casino-Riesen hat den Aktienkurs beflügelt und allein seit Anfang November um 20 Prozent auf 91 Dollar katapultiert.

Nach seinem Erfolg in der Glücksspiel-Hochburg Macao plant der Casino-Riese Wynn Resorts nun weitere Projekte in Las Vergas. Das Encore soll ultrareiche Zocker anlocken.

Mit dem Wynn Macao hat Firmengründer Steve Wynn wieder einmal den richtigen Riecher bewiesen: Auf rund zwölf Prozent schätzen Experten den Marktanteil Wynns im schnellstwachsenden Glücksspielmarkt der Welt. Der Erfolg des Casino-Riesen hat den Aktienkurs beflügelt und allein seit Anfang November um 20 Prozent auf 91 Dollar katapultiert.

Keine Atempause

Während die Geschäfte in der chinesischen Enklave Macao blendend laufen – tatsächlich stammen rund 900 Millionen der insgesamt 1,3 Milliarden Dollar an Cash aus einem Casino-Lizenzvertrag mit der australischen Publishing & Broadcasting Ltd. – treibt Steve Wynn eine neues Mega-Projekt in Las Vergas voran. Das Encore, das zurzeit für mehr als 1,7 Milliarden Dollar in direkter Nachbarschaft zum Wynn Las Vegas (Kosten: 2,4 Milliarden Dollar) entsteht, soll unter anderem über eine Poollandschaft nach Vorbild der Strände von St. Tropez verfügen und dem Bellagio den Rang als luxuriösestes Casino in Las Vegas den Rang ablaufen. Daneben hat „The Steve“, wie die US-Presse Steve Wynn ehrfurchtsvoll nennt, Pläne für drei weitere Bauten in der Nähe Macaos in der Schublade.

Für die Investoren

Der rasche Ausbau des Immobilienportfolios von eins auf sechs bis 2010 stößt nicht überall auf Zustimmung. Während das Gros der Experten die Investitionen als sinnvolle Diversifikation beurteilt, warnen Skeptiker vor einem Überangebot an Casinos speziell in Macao und damit einhergehend schwächeren Wachstumsraten. Aktuell berichten die Medien allerdings noch von proppevollen Spielsälen. Steve Wynn scheint also alles richtig gemacht zu haben – was sich auch im Aktienkurs widerspiegelt. Die Anleger dürfen sich aber nicht nur über üppige Kursgewinne freuen, sondern auch über eine Einmalausschüttung. „Wir verfügen über hohe Barreserven und haben nun die Möglichkeit, einen Teil davon an die Anteilseigner zurückzugeben“, begründete Wynn die Maßnahme, der zufolge jeder Aktionär am 4. Dezember pro Aktie sechs Dollar als Dividende erhält.

Analysten gehen davon aus, dass die geplante Expansion und die Ausweitung der High-Roller-Tische, an denen extrem hohe Einsätze gespielt werden, das Umsatzwachstum in den kommenden Jahren kräftig ankurbeln wird. Lauten die Schätzungen für 2006 noch auf 1,4 Milliarden Dollar, so sollen 2007 schon 2,2 Milliarden durch die Bücher gehen. Ebenso optimistisch wie die zukünftige Geschäftsentwicklung beurteilen die Profis das Kurspotenzial der Aktien. So sieht das renommierte US-Wirtschaftsblatt Barron’s mögliche Kurse von „deutlich über 100 Dollar“.

Rücksetzer abwarten

Die Aktien sind zuletzt stark gestiegen, Anleger sollten daher einen Rücksetzer in den Bereich um 80 Dollar abwarten. Mit einem KGV von 38 sind die Papiere kein Schnäppchen mehr, allerdings spricht momentan nichts dagegen, dass sich der Aufwärtstrend weiter fortsetzt.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 48/2006.

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