Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Ein Segen für Royal Dutch Shell und Gazprom?

Saudi-Arabien und Russland haben sich darauf verständigt, zur Stützung der Ölpreise die am 30. Juni auslaufenden Förderkürzungen bis zum Ende des ersten Quartals 2018 fortzusetzen. Diese Meldung hat den Ölpreis im frühen Handel beflügelt und hilft natürlich auch Energieriesen wie Royal Dutch Shell oder Gazprom.

Zwar müssen die anderen OPEC-Mitglieder von Saudi-Arabien noch überzeugt werden, doch der mächtigste Ölproduzent der Welt dürfte gute Chancen haben, diesen Plan umzusetzen – vor allem wenn eben mit Russland der größte Förderer außerhalb der OPEC ebenfalls mitzieht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Keine neue Ölpreis-Rallye erwartet
Allerdings dürfte der Ölpreis in naher Zukunft nicht durch die Decke gehen. Denn die Welt schwimmt nach wie vor regelrecht im Öl. Die Lagerbestände liegen immer noch in vielen Regionen auf Rekordniveaus. Zudem haben in den vergangene Monaten vor allem nordamerikanische (Fracking-)Firmen relativ rasch dafür gesorgt, dass die durch die OPEC-Maßnahmen verringerte Produktion wieder kompensiert wurde.

Würde sich die OPEC hingegen nicht auf eine anhaltend niedrigere Förderquote einigen, würden die Ölpreise hingegen wohl ihren jüngsten Kursrutsch fortsetzen. Zur Stabilisierung des Kurses dürfte diese Vereinbarung zwischen Russland und Saudi-Arabien also zumindest beitragen.

Shell für konservative, Gazprom nur für mutige Anleger
Konservative Anleger, die sich im Energiesektor engagieren möchten, können auf die Dividendenperle Royal Dutch Shell setzen (Stopp: 20,50 Euro). Der Konzern ist im Vergleich zu vielen anderen Öl- und Gasproduzenten weniger von der Höhe des Ölpreises abhängig, da man sehr stark im Raffinerie- und Tankstellengeschäft aufgestellt ist und dort Quartal für Quartal Milliardengewinne scheffelt.

Mutige Anleger können auf Gazprom setzen (Stopp: 3,50 Euro). Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für den weltgrößten Erdgasproduzenten sind gut und die Bewertung extrem niedrig. Allerdings bleibt die Aktie wegen der politischen Risiken ein heißes Eisen.

 


 

Beruf(ung) Trader

Autor: Cicivelli, Giovanni
ISBN: 9783864700347
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 27.04.2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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Traden ist ein Beruf. Wer das mit allen Konsequenzen begreift und täglich umsetzt, der hat gute Chancen auf dauerhafte Gewinne an den Finanzmärkten: Zu dem notwendigen Interesse an der Börse gehört die erforderliche Ernsthaftigkeit für den eigenen Job und die ständige Bereitschaft, sich verbessern zu wollen. Giovanni Cicivelli beschreibt seine eigenen Erfahrungen als privater Trader. Er empfiehlt Neueinsteigern den eigenen Weg zum Erfolg zu suchen und nicht anderen Akteuren nacheifern zu wollen. Cicivelli beschreibt wie sein eigenes Money-Management in der Praxis funktioniert und warum Flexibilität und Disziplin manchmal wichtiger sind als theoretische Erwägungen. Denn am Ende muss man als Praktiker nur drei Dinge: Traden, Traden und Traden.

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