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Ein Prost auf die Rendite

Mit Wein konnte man in der Vergangenheit Traumrenditen erzielen. DER AKTIONÄR sagt Ihnen, wie man günstig an edle Tropfen kommt.

Mit Wein konnte man in der Vergangenheit Traumrenditen erzielen. DER AKTIONÄR sagt Ihnen, wie man günstig an edle Tropfen kommt.

Von Andreas Deutsch

Dass Wein hervorragend schmeckt, wussten schon die Römer. Dass man mit Wein auch gutes Geld verdienen kann, ist erst seit einigen Jahren bekannt. Laut dem amerikanischen Magazin The Wine Spectator ist der Wert von Spitzenweinen von 1983 bis zum Jahr 2002 um sage und schreibe 2.000 Prozent gestiegen. Der S&P 500 hat im gleichen Zeitraum lediglich 530 Prozent zugelegt.

Investieren in Wein - gewusst wie

In Bordeaux, dem Mekka der Weinliebhaber, ist beim Handel mit Weinen die Subskription ein gängiges Verfahren: Gekauft wird der Wein, wenn er noch im Reifezustand im Fass lagert. Die Lieferung erfolgt, sobald die edlen Tropfen in Flaschen abgefüllt sind.

"Die Wartezeit beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre", erklärt Wein-Fachmann Peer Dörpinghaus von der Kölner C&D Weinhandelsgesellschaft im Gespräch mit dem aktionär. Das Unternehmen zählt zu den größten Anbietern von Subskriptionen in Deutschland, seine Palette umfasst zwischen 250 und 300 Weinsorten pro Jahrgang.

"Der größte Vorteil der Subskription ist der Preisunterschied", so Dörpinghaus weiter. "Im Fass sind die Weine deutlich günstiger als nach der Abfüllung." Bei Ermittlung des Preises, der bei der Subskription bezahlt wird, kämen mehrere Faktoren zusammen. Wesentlichen Einfluss habe das Urteil von renommierten Weinexperten wie Robert Parker. "Darüber hinaus muss man unter anderem einbeziehen, welche Qualität die Weine der Konkurrenz haben und wie sich die Nachfrage in den verschiedenen Märkten entwickeln könnte."

Nach der Preisexplosion der letzten Jahre sind französische Spitzenweine mittlerweile für deutlich weniger Geld zu bekommen. Für Parker eine gute Kaufgelegenheit, der Weinpapst könnte sich in zehn Jahren durchaus eine Preisverdopplung vorstellen. Dörpinghaus ist ebenfalls optimistisch: "Es ist wahrscheinlich, dass die Nachfrage Chinas nach Spitzenweinen bald deutlich steigt und Spekulanten die Preise für edle Weine wieder nach oben treiben werden. Allerdings müsste die chinesische Regierung zunächst die hohen Zölle auf Alkoholimporte senken. Anleger sollten also Geduld mitbringen."

Wein fürs Depot

Subskription bietet dem Anleger die Möglichkeit, Spitzenweine günstig einzukaufen. Behalten die Experten Recht, sollten die Preise für die edlen Tropfen in den nächsten Jahren deutlich anziehen. Bei der Subskription sollte man aber nicht nur ans Geschäft denken, sondern auch ein Faible für Genuss haben.

 

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