- Andreas Deutsch - Redakteur

Egbert Prior: Darum ist dieser deutsche Nebenwert spannend

Er kennt die Aktienmärkte aus dem Effeff, hat alle Trends ganz genau im Blick. Die Rede ist von Egbert Prior. Der langjährige Herausgeber der Prior Börse schreibt für Sie auf deraktionaer.de über seine Favoriten an der Börse. Das sind vor allem deutsche Nebenwerte mit hohem Kurspotenzial. Lesen Sie seine Analyse.

„Der Bergbauausrüster SMT Scharf hat im ersten Quartal kräftig zugelegt. Der Umsatz kletterte um 31 Prozent auf 15 Millionen Euro. Das EBIT stieg von 0,6 auf 1,6 Millionen.

CEO Hans Joachim Theiß glaubt, dass SMT Scharf von der positiven Entwicklung der Rohstoffmärkte profitiert. Bereits 2018 legten die Erlöse um 36 Prozent auf 71 Millionen zu und lagen damit deutlich über der Unternehmensprognose (58 bis 62 Millionen). Der operative Gewinn kam um 18 Prozent auf gut fünf Millionen voran.

Für 2019 stellt Theiß Erlöse in einer Spanne zwischen 72 und 75 Millionen in Aussicht, das EBIT soll 5,5 bis 6 Millionen erreichen. Besonders vor dem Hintergrund der starken Zahlen für das erste Quartal erscheint diese Guidance sehr konservativ.

Geht da mehr?

SMT ist Weltmarktführer bei entgleisungssicheren Bahnsystemen, die vor allem in Steinkohlebergwerken sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen unter Tage eingesetzt werden. Dabei entfallen 79 Prozent des Umsatzes auf die Steinkohle.

Zwar hat man sich in Deutschland vom Steinkohlebergbau komplett verabschiedet. Weltweit wird allerdings so viel Steinkohle produziert wie noch nie, berichtet Theiß. Wichtigster Markt für SMT ist China mit einem Umsatzanteil von 40 Prozent, es folgen Russland (22 Prozent) und Polen (14 Prozent).

Unternehmenslenker Theiß baut die Angebotspalette weiter aus. Letztes Jahr übernahm SMT einen kanadischen Anbieter batteriebetriebener Fahrzeuge für den Untertagebau. Wachstumschancen sieht Theiß auch im Tunnelbau, den eine selbstentwickelte Maschine effizienter machen soll.

Im Frühjahr kaufte SMT einen Elektronikspezialisten, der Bergbauunternehmen helfen kann bei der Automatisierung und dem Datenmanagement.

Für die Zukunft kann sich Theiß die eine oder andere weitere Akquisition vorstellen, um kleinere Wettbewerber zu konsolidieren, die Angebotspalette zu erweitern oder Märkte zu erschließen. In fünf Jahren soll SMT mehr als 100 Millionen umsetzen bei 10-Prozent-EBIT-Marge.

Spannende Aktie

Im Vergleich dazu erscheint der aktuelle Börsenwert von 61 Millionen Euro eher niedrig. Das liegt nur knapp über dem ausgewiesenen Buchwert (55 Millionen). Das KGV (2019) liegt bei schätzungsweise 11. Fazit: Weltmarktführer mit Wachstumspotenzial. Niedrig bewertet, aber zyklisch."

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