- Andreas Deutsch - Redakteur

Egbert Prior: Bei der Aktie kiekste, wa?

Er kennt die Aktienmärkte aus dem Effeff, hat alle Trends ganz genau im Blick. Die Rede ist von Egbert Prior. Der langjährige Herausgeber der Prior Börse schreibt für Sie auf deraktionaer.de über seine Favoriten an der Börse. Das sind vor allem deutsche Nebenwerte mit hohem Kurspotenzial. Lesen Sie seine Analyse.

„Innerhalb von drei Jahren legte TLG Immobilien, ein Vermieter von Büros, Läden und Hotels, um 40 Prozent zu. Aktueller Kurs 23,92 Euro. Fundamental ist das gerechtfertigt.

Enorme Zuwächse meldete der Konzern kürzlich. In den ersten neun Monaten stiegen die Mieterlöse um 42 Prozent auf 166 Millionen Euro. Der funds from operations (FFO) kam um 43 Prozent auf 100 Millionen Euro voran. Der starke Anstieg ist auf den Kauf von Immobilien zurückzuführen. Obendrauf kam die Übernahme der Beteiligungsfirma WCM.

Mit 3,6 Prozent ist die Leerstandsquote für Gewerbeimmobilien moderat. Der Netto-Vermögens-Wert (NAV) erreicht 23,58 Euro je Aktie. Circa auf diesem Niveau notiert die SDAX-Aktie. Folglich bekommen Sie das Papier zum Buchwert, was ein Schnäppchen ist.

Großes Portfolio

426 Objekte haben die Berliner deutschlandweit unter ihren Fittichen. Davon sind die meisten in der Hauptstadt. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankfurt am Main, Dresden, Leipzig und Rostock als Schwerpunkte. Das Portfolio wird von Büros (47 Prozent) dominiert. Der Einzelhandel steht für 43 Prozent. Auf Hotels entfallen acht Prozent der Assets.

Weil die größten Mieter gestandene Großkonzerne sind, sind die Risiken minimal. Wichtigste Kunden Edeka, Rewe, Lidl, Daimler und Obi.

Vor zwei Wochen brachte der Vorstand einen bonitätsstarken Anschlussmieter für 15.000 qm Bürofläche in Berlin-Charlottenburg in trockene Tücher. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre. Es handelt sich um den sogenannten „Spreestern“ am Berliner Salzufer nahe dem Regierungsviertel. Das Objekt mit der markanten Naturfassade entstand 2004.

Am Berliner Alexanderplatz möchte TLG drei Gebäude, darunter zwei Türme, mit knapp 150.000 qm Fläche errichten. Noch befindet sich das Projekt in der frühen Genehmigungsphase. Wir glauben, dass Sie von den Berlinern noch einiges erwarten können. TLG, die einst mit DDR-Staatsbesitz begann, hat erstklassige Aktionäre wie die Regierung von Singapur (neun Prozent) im Boot. Der israelische Investor Amir Dayan hält 22 Prozent. Professor Gerhard Schmidt ist mit zwölf Prozent dabei.

Voriges Jahr gab es 82 Cent Dividende. Nun rechnen wir mit 90 bis 95 Cent. Das bedeutet über 3,8 Prozent Rendite.

Fazit: Zum Buchwert rein! Da kann wenig schief gehen. Zumal die Mietverträge viele Jahre laufen.“

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