Lufthansa
- Werner Sperber - Redakteur

EamS: Nur ein Strohfeuer bei der Deutschen Lufthansa

Die Euro am Sonntag erinnert an die Gewinnwarnung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG und die Angst vor einem Abstieg aus dem DAX. Dafür waren die Passagier-Zahlen für September gut: Die Fluglinie beförderte 5,3 Prozent mehr Fluggäste als ein Jahr zuvor. Zudem raten die Analysten von Kepler nun nicht mehr mit einem Kursziel von 8,50 Euro zum „Verkaufen“, sondern mit einem Ziel von 9,50 Euro zum „Halten“ der Aktie. Nach diesen Meldungen legte der Aktienkurs stark zu. Allerdings sank die Notierung nachher wieder, denn die Passagierzahlen des Vorjahres waren durch zwei Streiktage belastet, die Basis also sehr niedrig. Zudem verschärfte sich die Lage in den seit mittlerweile vier Jahre andauernden Tarifstreit mit den Piloten wieder. Häufige Streiks, hohe Personalkosten und steigende Pensions-Verpflichtungen belasten die Lufthansa im Wettbewerb deutlich.

 

Billigfluglinien weiten ihr Netz aus und bieten mittlerweile sogar Interkontinental-Flüge an. Dabei erreichte etwa Easyjet im vergangenen Jahr eine operative Marge von 14,6 Prozent, während die Lufthansa nur 5,7 Prozent schaffte. Der Wettbewerb um volle Flugzeuge wird zudem immer härter, wobei die Fluggastzahlen in der Branche in diesem Jahr sinken. Deshalb scheint es auch wenig aussichtsreich, wenn die Lufthansa die Billigflug-Tochterfirma Eurowings weiter zu stärken. Die Euro am Sonntag urteilt: Die Probleme der Lufthansa sind tiefgreifend. Deshalb sollten Anleger Abstand vor der mit einem KBV von 1,3 und einem KGV von 5 für das nächste Jahr bewerteten Aktie halten.

 


 

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