Alibaba Group Holding Ltd.
- Werner Sperber - Redakteur

EamS: Alibaba, viel riskanter aber auch wachstumsstärker und profitabler als Amazon

Die Euro am Sonntag erklärt: Bis Ende des Jahres sollen 840 Millionen Menschen in Chian einen Internet-Zugang haben. Das wären fast dreimal so viel wie in den USA. Fachleute schätzen, bis zum Jahr 2020 beläuft sich diese Zahl auf mehr als eine Milliarde. Die chinesische Zensur schottet den Markt gegen ausländische Firmen wie Facebook oder Alphabet ab. Dafür erschließen die chinesischen Internet-Konzerne selbst ausländische Märkte. Trotz der jüngsten Kursrallye sind die Börsenwerte chinesischer Internet-Firmen noch immer viel niedriger als die von entsprechenden US-Unternehmen. Das eröffnet weiteres Kurspotenzial für die chinesischen Konzerne.

 

Die überwiegende Zahl der Menschen in China, die über das Internet Waren und Dienstleistungen bestellen, macht das über das Smartphone und nutzt dabei fast zwangsläufig die Plattformen von Alibaba. Das Unternehmen erreichte im vergangenen Jahr auf einen Marktanteil von 84 Prozent und ist deshalb bestens für den anhaltenden Aufschwung des Online-Handels gerüstet – trotz der möglichen gemeinsamen Netzwerk-Möglichkeiten die sich der chinesischen Nummer 2, JD.com mit Hilfe dessen Großaktionär Tencent, ergeben könnten. Marktforscher schätzen, das Handelsvolumen werde sich bis zum Jahr 2020 auf 1,1 Billionen Dollar fast verdoppeln und den Abstand zum US-Markt weiter vergrößern. Zudem erschließt auch Alibaba ausländische Märkte.

 

Aktionäre sollten allerdings unbedingt wissen: Die börsennotierte Alibaba Holding ist eine reine Zweckgesellschaft ohne juristisch einzuklagendes Eigentum. Das operative Vermögen besitzt eine chinesische Firma, die mit Verträgen an die Holding gekoppelt ist. Diese Konstellation ist in Ordnung, solange alles wie gewünscht läuft. Trotz dieses Risikos raten die meisten Analysten zum Kauf der Aktie, die mit einem KGV von 26 für das nächste Jahr bewertet ist. Alibaba ist schließlich wachstumsstärker und profitabler als Amazon. Die Euro am Sonntag rät deshalb mit einem Kursziel von 105 Euro und einem Stop-Loss bei 72,50 Euro zum Kauf.


 

Das ist die Börse

Autor: André Kostolany
ISBN: 9783864702372
Seiten: 208
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Die Spekulation ist eine Kunst – eine Kunst, die Zeit und Geduld erfordert. In diesem Buch – seinem Erstlingswerk – nimmt uns Altmeister André Kostolany mit auf eine spannende Reise durch den Dschungel der Finanzwelt. Es ist verblüffend: Kostolanys Beobachtungen, die er vor über 50 Jahren mit den Augen eines Gentleman-Spekulanten machte, sind heute genauso gültig wie anno 1961. Am Ende der Lektüre sehen wir Leser die Börse mit anderen Augen. Zum 25. Verlagsjubiläum legt der Börsenbuchverlag den lange vergriffenen Klassiker in einer Jubiläumsausgabe neu auf. 

 

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