Airbus
- Markus Bußler - Redakteur

EADS: Einchecken, bitte

EADS will laut einem Pressebericht bei seinem Konzernumbau das Werk seiner Rüstungstochter in Unterschleißheim bei München schließen. Die künftige Luft- und Raumfahrt-Zentrale solle im nahen Ottobrunn entstehen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Aktie kann heute zulegen.

Wenn die Rüstungssparte Cassidian 2014 mit der Raumfahrtsparte Astrium zusammengeführt werde, seien keine zwei Zentralen mehr nötig. Ein EADS-Sprecher wollte den Bericht am Montag nicht kommentieren.  Was die Entscheidung für die Arbeitsplätze bedeutet, steht dem Bericht zufolge noch nicht fest. Auch der Zeitpunkt der Schließung sei offen. Bei Cassidian in Unterschleißheim arbeiten laut "SZ" bis zu 1400 Menschen, in Ottobrunn sind ähnlich viele Mitarbeiter direkt bei EADS und bei Astrium beschäftigt. Seit der Verlagerung von Entwicklungsbereichen nach Manching bei Ingolstadt stehen nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX in Ottobrunn große Büroflächen leer. 

Umstrukturierung

EADS will das Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft sowie das Militärflieger-Geschäft der größten Tochter Airbus in der neuen Sparte Airbus Defence & Space zusammenführen. Vergangene Woche war aus informierten Kreisen verlautet, dass dem Konzernumbau bis zu 8.000 Stellen zum Opfer fallen sollen. Dies entspräche jeder fünften der rund 40.000 Stellen in den betroffenen drei Konzernbereichen. Der Konzern wollte dies nicht kommentieren, genauere Pläne sollen nach bisherigen Angaben erst am 9. Dezember vorgestellt werden. EADS selbst soll im Zuge des Konzernumbaus den Namen seiner größten Tochter Airbus annehmen.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung der EADS-Aktie. Die prall gefüllten Auftragsbücher bei der Konzerntochter und die angestrebte Margen-Verbesserung sollten in den kommenden Monaten zu weiter steigenden Kursen führen. Die Aktie bleibt ein Kauf.

(mit Material von dpa-AFX)

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