RWE
- Thorsten Küfner - Redakteur

E.on vs. RWE: Wer war 2012 schlechter, wer wird 2013 besser?

Das „ewige Duell“ der beiden größten deutschen Energieversorger E.on und RWE geht im Jahr 2013 in eine neue Runde. DER AKTIONÄR blickt zurück auf das Jahr 2012 und verrät, bei welcher Aktie Anleger nun einsteigen sollten.

Das Jahr 2012 war ähnlich wie 2011 ein sehr schwieriges für die beiden Energieriesen E.on und RWE. Dementsprechend schwach entwickelten sich auch die Aktienkurse beider Unternehmen. Während der DAX satte 30 Prozent zulegen konnte, reichte es bei der RWE-Aktie nur zu einem Plus von 15 Prozent. Die Papiere von E.on verbilligten sich sogar um 15 Prozent und waren damit der schlechteste DAX-Wert 2012. Die Anteile des Düsseldorfer Konzerns litten vor allem unter den schwachen Zahlen für das dritte Quartal und dem enttäuschenden Ausblick. Nachdem RWE das Duell mit E.on 2012 klar gewonnen hat, stellt sich nun die Frage, welche Aktie 2013 besser abschneiden wird.

Zurück zur Normalität

Das Jahr 2013 dürfte für E.on zwar auch nicht gerade bedeutend leichter werden, allerdings hat Konzernchef Johannes Teyssen durch seine vorsichtigen Prognosen die Erwartungen bereits sehr weit nach unten geschraubt. E.on hat zudem bereits schmerzhafte Abschreibungen auf Beteiligungen und Tochterfirmen vorgenommen, wodurch negative Überraschungen 2013 ausbleiben sollten. Eher ist das Gegenteil zu erwarten. Da E.on trotz aller Probleme weiterhin profitabel bleiben wird und 2013 mit einer Dividendenrendite von fast acht Prozent (RWE: sechs Prozent) der attraktivste Dividendenwert im DAX ist, ist ein KBV von gerade einmal 0,7 (RWE: 1,0) nicht angemessen. Die Aktie ist damit deutlich unterbewertet und sollte sich auch dank der positiven Chartkonstellation 2013 erholen können.

E.on bleibt der Favorit

DER AKTIONÄR hält an seiner bisherigen Einschätzung fest: Die Aktie von E.on ist angesichts der noch etwas günstigeren Bewertung im Vergleich zur RWE-Aktie der bevorzugte Wert im Versorgersektor und ein klarer Kauf. Das Kursziel für die E.on-Aktie lautet 20,00 Euro, der Stopp sollte bei 13,00 Euro platziert werden (RWE: Ziel: 44,00 Euro; Stopp: 30,00 Euro).

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vs RWE: Das ist der Favorit

Im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur sind auch die deutschen Versorger deutlich unter Druck geraten. Sowohl E.on als auch RWE haben damit nach dem starken Jahr 2017 einen guten Teil der Gewinne abgegeben. Auf dem gesunkenen Niveau sind die Aktien aber auch wieder attraktiver bewertet. Ein klarer … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Zukunft ist gesichert

Der Versorger RWE dürfte einer der Gewinner der anstehenden Großen Koalition in Deutschland werden. Die Kohlekraftwerke des DAX-Konzerns werden voraussichtlich länger laufen als ursprünglich befürchtet. Nach dem Abverkauf der vergangenen Wochen bekommt auch die Aktie neue Impulse. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Blutbad, aber…

Der Einbruch an den Aktienmärkten hat alle Branchen und Assetklassen erfasst. Die Versorger haben sich im Vergleich zu anderen Werten verhältnismäßig stabil gezeigt. Defensive Titel sind im trüben Börsenumfeld wieder gefragt. Bei E.on gibt es zudem Neuigkeiten aus der Türkei. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Keine Eile bei Innogy – so geht es weiter

Nach wie vor fehlen bei den Versorgern die Impulse nach oben. Langfristig bleiben die Aussichten in der Branche aber gut. Für RWE ist die Situation deutlich besser, als vor der Innogy-Abspaltung erwartet worden war. Der Konzern hat deshalb keine Eile bei den Plänen für die Beteiligung an der … mehr