E.on
- Nikolas Kessler - Redakteur

E.on springt an DAX-Spitze – Verkauf von Öl- und Gasfeldern

Der kriselnde Energieversorger E.on trennt sich von seinen Beteiligungen an Öl- und Gasfeldern vor der norwegischen Küste. Der Verkauf soll 1,6 Milliarden Dollar in die klammen Kassen des Konzerns spülen. Bei den Anlegern kommt die Meldung gut an – die E.on-Aktie ist zwischenzeitlich an die DAX-Spitze gesprungen.

Das gesamte Portfolio umfasst 43 Lizenzen und wurde von Analysten zuletzt mit 1,2 Milliarden Dollar bewertet – deutlich weniger als der tatsächliche Verkaufspreis. Als Käufer hat sich Dea, die ehemalige Öl- und Gasfördertochter des Konkurrenten RWE gemeldet. Dea wurde erst im Frühjahr für rund fünf Millionen Euro von Letter One, der Investitionsgesellschaft des russischen Oligarchen Michail Fridman, übernommen.

Die Nachricht vom geplanten Verkauf des norwegischen Explorations- und Produktionsgeschäfts kommt an der Börse gut an. Mit einem Plus von zwischenzeitlich rund 1,5 Prozent ist die E.on-Aktie im schwachen Gesamtmarkt an die DAX-Spitze gesprungen. Bei einigen Anlegern nährt die Verkaufsmeldung die Hoffnung auf eine Fortsetzung der am Montag eingeleiteten Kurserholung.

Kein Kauf

Der AKTIONÄR bleibt bei seiner skeptischen Haltung gegenüber den Versorger-Titeln. Wegen der zahlreichen ungelösten Zukunftsfragen bleibt die Situation angespannt. Ein Einstieg drängt sich in der gegenwärtigen Situation nicht auf.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und Innogy: Das ist die Wende

Die Aktien der Versorger haben sich im schwachen Marktumfeld der vergangenen Tage gut behauptet. Als defensive Investment rücken E.on, Innogy und Co wieder vermehrt in den Fokus. Ziel der beiden grünen Versorger ist nun eine starke Position in der neuen Energiewelt. Bei der Elektromobilität soll … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das ist nicht gut

Seit der Abspaltung der Kraftwerkstochter Uniper wirbt E.on mit einem neuen Image. Als „grüner Versorger“ will der DAX-Konzern bei Kunden und Anlegern punkten, auch die Elektromobilität steht ganz oben auf dem Schirm. Bei der Kapitalerhöhung in der vergangenen Woche hat sich gezeigt, dass die neue … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Weichen sind gestellt

Es ist viel passiert bei E.on in den vergangenen Tagen. Nach der Abspaltung von Uniper steht der DAX-Versorger vor dem nächsten Umbruch. Eine kurze Zusammenfassung der vier wichtigsten Punkte zeigt: Der Wandel in der Energiebranche macht sich unaufhaltsam bemerkbar. mehr