RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

E.on und RWE unter Druck – die Hintergründe

Der DAX erklimmt immer neue Höhen. Die Aktien von E.on und RWE zählen zu den wenigen Ausnahmen die sich nicht im Rallyemodus befinden. Am Freitag sorgen negative Analystenstimmen für Verkaufsdruck.

Oscar Najar von der Grupo Santander hat Eon von "Hold" auf "Underweight" abgestuft und seine Kaufempfehlung für RWE gestrichen. Die RWE-Titel stuft er nun mit "Hold" ein. Zudem äußerte sich die US-Investmentbank Merrill Lynch skeptisch zu RWE. Der Geschäftsausblick des Energiekonzerns für 2015 könnte enttäuschen, schrieb Analyst Peter Bisztyga in einer Studie. Er stuft die Papiere mit "Underperform" ein.

Beide Konzerne veröffentlichen in der kommenden Woche die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten erwarten bei E.on einen Umsatz von 117,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 122,5 Milliarden Euro) und einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,87 Euro (Vorjahr: 1,18 Euro). RWE dürfte 49,8 Milliarden Euro erwirtschaftete haben, nach 54,1 Milliarden im Jahr 2013. Der Gewinn je Aktie dürfte von 3,76 auf 2,12 Euro gesunken sein.

Finger weg

DER AKTIONÄR sieht sich in den in Ausgabe 07/2015 ausgesprochenen Verkaufsempfehlungen für die beiden Titel bestätigt. Auch die günstige Bewertung und hohe Dividendenrendite sind keine Kaufargumente. RWE scheint immer noch keine Vision zu haben, wie man sich in Zeiten der Energiewende aufstellen soll. Eine Reihe ungelöster Probleme und die anhaltend trüben Perspektiven sprechen klar gegen ein Investment. Auf den E.on-Papieren lastet die Ungewissheit, wie der Konzern in einigen Jahren aussehen wird.

(Mit Material von dpa-AFX)

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