RWE
- Marion Schlegel - Redakteurin

E.on und RWE mit Verlusten: So handeln Anleger richtig

Die deutschen Versorgerwerte sind am Mittwoch erneut unter Druck. Insbesondere E.on steht auf der Verliererliste des DAX mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 14,58 Euro ganz oben. Die Aktie von RWE kommt etwas besser weg, muss aber ebenfalls Verluste einstecken. Am frühen Nachmittag verliert das Papier 0,2 Prozent auf 31,03 Euro.

Analysten skeptisch
Vor Kurzem äußerten sich bereits die Analysten von Berenberg pessimistisch. In einer Branchenstudie erhöhte Analyst Andre Steele zwar sein Kurzsiel für die Aktien von RWE, bekräftigte aber für beide Versorger seine Verkaufsempfehlung. Die jüngste Kursrally bei Versorgern basiert aus seiner Sicht auf falschem Optimismus. Steele hält die Aussichten in dem Sektor weiter für schwach. Die Elektrizitätspreise dürften zeitnah kaum stark steigen und die Branche unter Druck bleiben.
Auch der Deutsche-Bank-Analyst Alexander Karnick hob sein Kursziel für die RWE-Aktie an, bleibt aber ebenfalls bei seiner Verkaufsempfehlung.

Preisverfall belastet
Auch RWE selbst räumt ein, dass der Preisverfall an den Strombörsen dem Energiekonzern weiter schwer zu schaffen macht. Das betriebliche Ergebnis der Kraftwerkssparte RWE Generation habe im ersten Quartal 2014 mit 559 Millionen Euro noch einmal um 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres gelegen, sagte der Spartenchef Matthias Hartung am Mittwoch im rheinischen Bergheim. Zwischen 20 und 30 Prozent der Kraftwerke könnten derzeit aus ihren Erlösen nicht einmal die Kosten für den Brennstoff und die benötigten CO2-Zertifikate decken, nachdem die ohnehin schon niedrigen Großhandelspreise in den vergangenen zwölf Monaten noch einmal um zehn Prozent gesunken seien.

Gute Erholungschancen
DER AKTIONÄR sieht trotz aller Skepsis durchaus weiter Erholungspotenzial bei den Energieversorgern. Die Aktie von E.on ist aber trotz der deutlichen Verluste am Mittwoch die bessere Alternative, zumal das Unternehmen für die Energiewende deutlich stärker positioniert ist als RWE. Das Kursziel lautet nach wie vor 17,00 Euro. Investierte Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp bei 12,80 Euro ab. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot mit Hebel auf steigende Kurse bei dem DAX-Schwergewicht.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE ist wieder da: Diese Zahlen machen Mut

Nach den deutlichen Verlusten im vergangenen Jahr ist RWE im ersten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Konzernchef Rolf Martin Schmitz blickt zudem auf ein für RWE erfreuliches Ergebnis bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zurück. Die Aktie reagierte im frühen Handel mit … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Lösung wäre so einfach…

RWE setzt den Fokus auf konventionelle Kraftwerke. Der Versorger hat aber nach wie vor mit den Folgen der Energiewende zu kämpfen. Wegen der gesunkenen Strompreise lohnt sich das Betreiben von Kohle- und Gaskraftwerken kaum noch. Konzernchef Rolf Martin Schmitz fordert deshalb vehement einen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Schmitz baut um – das ist jetzt geplant

Seit der Abspaltung der Tochter Innogy befindet sich RWE im Wandel. Der Versorger will seinen Umbau nun weiter fortsetzen. Konzernchef Rolf Martin Schmitz baut die zweite Führungsebene um. Die Braunkohlesparte soll in Zukunft stärker von der restlichen Stromproduktion getrennt werden. mehr