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E.on und RWE: Was für eine Euphorie

Die Hartnäckigkeit bei den Verhandlungen hat sich ausgezahlt. Am Tag nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist die Euphorie bei den Atomkonzernen nach wie vor spürbar. Die Aktie von E.on und RWE zählen nach dem Kurssprung am Mittwoch heute erneut zu den stärksten Werten im DAX.

„Es ist eines der wenigen Urteile, die in den vergangenen zehn Jahren positiv für uns ausgegangen sind“, kommentierte ein Branchenvertreter das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Rund sieben Milliarden Euro erwarten RWEE.on sowie EnBW nun als Rückerstattung. Zu den gezahlten Steuern kommen sechs Prozent Zinsen hinzu – dieser Satz steht bei Steuerrückzahlungen grundsätzlich zu Buche.

Beeindruckend ist vor allem das Verhandlungsgeschick der Konzerne. Bei der Einigung mit der Bundesregierung bezüglich des 24 Milliarden Euro schweren Atomfonds verzichteten sie zwar auf den Großteil ihrer Klagen gegen den Atomausstieg. Bei der Brennelementesteuer ließen sie sich aber nicht auf die Forderungen der Bundesregierung ein. Diese muss dafür nun aus der Opposition harte Kritik einstecken. Gut für die Konzerne: Neue Diskussionen und Verhandlungen dürfte es dennoch nicht geben. Regierungssprecher Steffen Seibert unterstrich, dass die Regierung das Urteil respektiere.

Tolles Bild

Durch die anstehenden Milliardenzahlungen könnten die angeschlagenen Versorger ihre Bilanzen aufpolieren. Charttechnisch sieht das Bild bei E.on und RWE ebenfalls glänzend aus. Mit RWE setzen Anleger auf eine Konsolidierung der Branche. Die Hoffnung auf steigende Strompreise und einen Kapazitätsmarkt treiben die Aktie an. Bei E.on spielt der Fokus auf die neue Energiewelt und die Übernahmefantasie um die Tochter Uniper eine größere Rolle. Mutige können hier mit Hebel spekulieren. DER AKTIONÄR liegt mit seiner Position im Hebel-Depot bereits deutlich im Plus.

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