E.on
- Maximilian Völkl

E.on und RWE: Top-News aus Frankreich – Engie geht durch die Decke

Nach dem klaren Plus der vergangenen Tage hat sich das Chartbild bei den Versorgern E.on und RWE inzwischen deutlich verbessert. Beide Werte zählen auch am Donnerstag erneut zu den stärksten Aktien im DAX. Schwung liefern gute Nachrichten aus Frankreich. Der Wettbewerber Engie überzeugt mit Zahlen und Ausblick.

Engie hat zwar auch 2016 einen Nettoverlust von 400 Millionen Euro ausgewiesen. Das waren aber deutlich weniger als die 4,6 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel wegen negativen Währungseffekten und gesunkenen Gaspreisen um 4,6 Prozent auf 66,6 Milliarden Euro. An der Börse kam derweil vor allem der Ausblick der Franzosen gut an, mit dem die Erwartungen klar übertroffen wurden. Rund neun Prozent liegt die Engie-Aktie im Plus.

Die erneut roten Zahlen bei Engie zeigen dennoch, dass die Energiebranche nach wie vor mit Problemen zu kämpfen hat. Die schwache Nachfrage und Subventionen für Erneuerbare Energien haben sich in der jüngeren Vergangenheit auch bei E.on und RWE bemerkbar gemacht. Umwälzungen in der Branche sind als Folge unumgänglich. Während Engie mit dem Verkauf von Vermögenswerten reagiert, haben die deutschen Wettbewerber bereits im vergangenen Jahr ihre Tochtergesellschaften Uniper und Innogy abgespalten.

E.on attraktiver

Nach wie vor bleibt offen, wie erfolgreich die beiden DAX-Versorger ohne ihre Tochtergesellschaften am Markt sind. Mit dem Fokus auf grünen Energien dürfte E.on aber die Nase vorn haben. Zudem lebt bei E.on nach wie vor die Übernahmefantasie. Spekulative Anleger können zugreifen. Langfristig bietet sich in der Branche auch ein Investment bei der dividendenstarken RWE-Tochter Innogy an.

 


 

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