RWE
- Michael Herrmann - Redakteur

E.on und RWE: Einmal Hui, einmal Pfui

Die Aktien der großen deutschen Energieversorger spalten das Lager der Analysten. Während Equinet bei Branchenprimus E.on ein Aufwärtspotenzial von 17 Prozent sieht, rechnet Independent Research bei RWE mit deutlichen Kursverlusten. Was sollten Anleger tun?

Während E.on, RWE & Co die Presseberichte über die Gründung einer Atomstiftung zurückgewiesen haben, hat Equinet die Aktie von E.on auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 20 Euro belassen. Der Plan, die Kosten des Atomausstiegs in eine Stiftung auszulagern und in grüne Energien zu investieren, ist laut Analyst Michael Schäfer schwer einzuschätzen. Möglicherweise hätten deutsche Politiker aber gemerkt, dass man eine Kuh nicht schlachten könne, deren Milch man trinken wolle.

Anhaltende Skepsis bei RWE

Sven Diermeier von Independent Research stuft RWE nach den angekündigten Gesprächen mit Gazprom weiter mit "Verkaufen" ein. Das Kursziel lautet unverändert 23 Euro. Die Kraftwerkskapazitäten in ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen könnte den Essener Versorger finanziell entlasten. Zudem sei bei einer Kooperation mit Preiszugeständnissen bei den bestehenden Gaslieferungsverträgen zu rechnen. Die Detailfragen seien aber noch nicht geklärt.

Nichts für konservative Anleger

Das positiven Chartbild spricht kurzfristig weiter für die Aktien von E.on und RWE. Fundamental kämpfen die deutschen Energieversorger unverändert mit großen Herausforderungen. Konservative Anleger sollten deshalb nachhaltige Problemlösungen abwarten.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE-Aktie unter Druck: Das ist zu viel

Die krisengebeutelten Anleger des Versorgers RWE müssen derzeit wieder einmal schlechte Nachrichten verkraften. Neben dem schwachen Marktumfeld hat der Konzern auch weiter mit hausgemachten Problemen zu kämpfen. Das Chartbild hat sich inzwischen wieder deutlich eingetrübt. mehr