Uniper
- Thorsten Küfner - Redakteur

E.on-Tochter Uniper mit hohem Verlust – aber keine Panik

Uniper, die Abspaltung vom Düsseldorfer Energiekonzern E.on, hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen Verlust von 4,2 Milliarden Euro verbucht. Dies ist jedoch keine Überraschung. Denn der Hauptgrund waren bereits zum Halbjahr vorgenommene Abschreibungen auf die Großkraftwerke.

Im dritten Quartal erhöhte sich das Minus indes um rund 350 Millionen Euro, wofür Uniper vor allem Bewertungseffekte bei seinen Absicherungsgeschäften verantwortlich machte. Operativ erzielte Uniper dagegen Zuwächse. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 54 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu. Grund dafür ist vor allem ein Sondergewinn aus neu verhandelten Lieferverträgen mit dem russischen Gasriesen Gazprom . Dagegen sackte der Gewinn in der Stromerzeugung wegen eines Preisverfalls heftig ab. Für das Gesamtjahr prognostiziert Uniper ein Ebitda zwischen 1,9 und 2,2 Milliarden Euro. Der Vorstand bekräftigte sein Versprechen, für dieses Jahr eine Dividende von 55 Cent je Aktie zu zahlen.

Zwei Haltepositionen
Nach den deutlichen Verlusten im Zuge hoher Abschreibungen dürften sowohl Uniper als auch E.on in den kommenden Quartalen wieder positive Resultate erzielen. Für Uniper sprechen aktuell die günstige Bewertung und die hohe Dividendenrendite von fast fünf Prozent. Allerdings sind die langfristigen Perspektiven für den auf Großkraftwerke konzentrierten Konzern eher mau. E.on verfügt hingegen über die etwas besseren Perspektiven. Allerdings sind die Aktien mit einem KGV von 14 und einem KBV von 2,9 auch kein Schnäppchen mehr. Beide Titel sind daher aktuell eher Haltepositionen.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

Beruf(ung) Trader
 
Autor: Cicivelli, Giovanni
ISBN: 9783864700347
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 27.04.2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Traden ist ein Beruf. Wer das mit allen Konsequenzen begreift und täglich umsetzt, der hat gute Chancen auf dauerhafte Gewinne an den Finanzmärkten: Zu dem notwendigen Interesse an der Börse gehört die erforderliche Ernsthaftigkeit für den eigenen Job und die ständige Bereitschaft, sich verbessern zu wollen. Giovanni Cicivelli beschreibt seine eigenen Erfahrungen als privater Trader. Er empfiehlt Neueinsteigern den eigenen Weg zum Erfolg zu suchen und nicht anderen Akteuren nacheifern zu wollen. Cicivelli beschreibt wie sein eigenes Money-Management in der Praxis funktioniert und warum Flexibilität und Disziplin manchmal wichtiger sind als theoretische Erwägungen. Denn am Ende muss man als Praktiker nur drei Dinge: Traden, Traden und Traden.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on und Uniper im Aufwind

Der Essener Energieriese E.on und seine Kraftwerkstochter Uniper wollen nach einem Bericht der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) mehrere hundert Millionen Euro sparen. Allein E.on plane Einsparungen im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich. Die Aktien der beiden Versorger legen im frühen … mehr