E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Tochter Uniper: Erste Kompromisse – Gespräche mit Fortum

Die Übernahme der E.on-Tochter Uniper durch den finnischen Wettbewerber Fortum bleibt umstritten. Nach wie vor trifft die Offerte über 22 Euro je Aktie beim MDAX-Konzern auf Ablehnung. Inzwischen hat Vorstandschef Klaus Schäfer aber zumindest seine Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Schäfer kündigte an, die Unabhängigkeit Unipers dabei „soweit wie möglich“ sichern zu wollen. In der vergangenen Woche habe es bereits ein erstes konstruktives Treffen mit Fortum-Chef Pekka Lundmark gegeben. Weitere Gespräche sollen nun zeitnah folgen und in einigen Wochen zum Abschluss kommen. Schäfer fordert von Fortum vor allem, im Falle einer Übernahme verbindliche Zusagen zu machen. Befürchtet wird, dass Uniper zerschlagen wird und tausende Arbeitsplätze in Gefahr geraten könnten.

Es sprächen einige Anzeichen dafür, „dass Fortum tatsächlich nur als Investor handeln möchte und die Komplettübernahme auch endgültig vom Tisch sein könnte – Betonung auf könnte“, zeigt sich Schäfer vorsichtig optimistisch. In diesem Fall sei er selbstverständlich an einer guten Form des Miteinanders interessiert. Ansonsten sehe er allerdings keine bessere Perspektive für Uniper durch einen Zusammenschluss. Weder geografisch noch bei den einzelnen Geschäftsfeldern verspreche der Deal einen Mehrwert.

E.on bleibt der Favorit

Es ist ein gutes Zeichen, dass Uniper Gespräche mit Fortum führt. Da E.on seinen Anteil verkaufen wird, muss die Zukunft des Konzerns geklärt werden. Vorerst dürfte die Aktie aber in der Seitwärtsrange gefangen bleiben. Anleger setzen deshalb auf die Mutter E.on. Der Konzern zieht einen Schlussstrich unter das konventionelle Geschäft, hat die Bilanz aufpoliert und ist nun gut gewappnet für die Herausforderungen der neuen Energiewelt. DER AKTIONÄR setzt im Hebel-Depot mit Hebel auf steigende Kurse.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Till Wollheim -
    Die Kunst des Verhandelns. Schäfer scheint sie sehr gut zu beherrschen!

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Faktor-Trade des Tages: E.on

Bei DER AKTIONÄR TV präsentiert die Redaktion des AKTIONÄR börsentäglich den "Trading-Tipp des Tages". Es handelt sich dabei um Faktor-Zertifikate auf Aktien, die kurz- bis mittelfristig vor einer starken Bewegung stehen – egal, ob nach oben oder nach unten. Heute ist dies E.on. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Zukunft kann kommen

Am Dienstag hat der Versorger E.on den Verkauf der Beteiligung an der ehemaligen Kraftwerkstochter Uniper abgeschlossen. Rund 3,8 Milliarden Euro hat der DAX-Konzern dafür eingenommen. Die Trennung von Uniper und der anstehende Innogy-Deal signalisieren aber auch einen Neubeginn: Künftig will sich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das Ende einer Ära

Seit 2010 steht E.on-Chef Johannes Teyssen bereits an der Spitze des Versorgers. Doch nach Auslaufen seines Vertrags 2021 will der Manager diesen nicht mehr verlängern. Es wird das Ende einer Ära sein. Aktuell ist Teyssen jedoch nach wie vor dabei, E.on vom Energieerzeuger zum Energiedienstleister … mehr