E.on
- Stefan Limmer - Redakteur

E.on nach Zahlen – das sagen die Analysten

Der Strom- und Gasversorger E.on hat die Zahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Der um Bewertungseffekte bereinigte Konzernüberschuss fiel fast um die Hälfte auf 2,2 Milliarden Euro.Der Umsatz fiel um 7 Prozent auf 122,5 Milliarden Euro, das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag mit 9,3 Milliarden Euro 14 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis unter dem Strich (inklusive Bewertungseffekte) reduzierte sich um 2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Der Konzern leidet unter der Energiewende. Eine deutliche Belastung waren die wegbrechenden Erlöse aus fossilen Kraftwerken, es fehlten aber auch Ergebnisbeiträge aus verkauften Unternehmensteilen.

Mittlerweile haben auch die Experten ihre Einschätzungen überarbeitet.  Die NordLB hat die Einstufung für E.on nach Zahlen auf „Halten“ mit einem Kursziel von 15,00 Euro belassen. Der Energiekonzern hat die erwartet schwächeren Resultate für das vergangene Jahr geliefert, so Analyst Heino Hammann in seiner Studie. Immerhin sind erste Silberstreifen am Horizont zu erkennen. Die sich immer schneller ändernden Marktgegebenheiten wie wegbrechende Erträge aus fossilen Kraftwerken sollten die Etablierung eines neuen Geschäftsmodells beschleunigen und mittelfristig positive Auswirkungen haben.

Werner Eisenmann von der DZ Bank bestätigte das Kaufrating für die Versorgeraktie. Das Kursziel erhöhte er von 14,00 auf 14,40 Euro. Die Ergebnisse für 2013 haben seiner Meinung nach die Zielbandbreiten erreicht. 2014 dürfte E.on dann voraussichtlich den Tiefpunkt durchschreiten. Dabei dürften sich laut Eisenmann Fortschritte bei der Umstrukturierung sowie die gute Positionierung in den Segmenten Exploration und Produktion und erneuerbare Energien zunehmend bemerkbar machen.

In einem schwachen Marktumfeld hat sich die Aktie am Mittwoch im Handelsverlauf gut behauptet. Das Unternehmen lockt trotz der Reduzierung der Dividende mit einer attraktiven Dividendenrendite von 4,5 Prozent. Anleger bleiben an Bord und sichern sich mit einem Stopp bei 11,50 Euro ab.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on-Aktie: Da geht noch mehr

Bei E.on hat sich das Chartbild wieder deutlich aufgehellt. Die Aktie des Versorgers ist in der vergangenen Woche auf ein neues 52-Wochen-Hoch geklettert. Auf dem aktuellen Niveau dürfte das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht sein. Goldman Sachs bleibt optimistisch für den DAX-Titel. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Milliarden-Frage

Trotz der starken Zahlen der Tochter Uniper kann die E.on-Aktie die Gewinne aus dem frühen Handel am Dienstag nicht verteidigen. Anleger warten gespannt auf das eigene Zahlenwerk des Versorgers, das morgen früh präsentiert wird. Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen ist so gut wie sicher. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Tochter Uniper glänzt – morgen zählt es!

Die E.on-Tochter Uniper hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Nach einem starken ersten Halbjahr will der konventionelle Versorger zudem deutlich mehr Dividende ausschütten als geplant. An der Börse kommt das gut an. Die Papiere von Mutter und Tochter legen jeweils zu. Morgen … mehr