E.on
- Nikolas Kessler - Redakteur

E.on-Aktie unter Druck – wie entscheidet die Atom-Kommission?

Nach den Gewinnen vom Vortag gehört die Aktie von E.on am Dienstag wieder zu den schwächsten Werten im DAX. Auch positive Analystenstimmen können die Anleger nicht aus der Reserve locken – stattdessen steigt die Spannung vor der Entscheidung der Atom-Kommission.

Die Investmentbank Oddo Seydler hat den DAX-Titel von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von elf Euro bestätigt. Auch die Experten von Equinet und UBS haben ihre Kaufempfehlungen bestätigt und dabei auf den erhofften Durchbruch im Streit um die Finanzierung der Folgekosten für den Atomausstieg verwiesen.

Die Spannung steigt

Bereits am Montag hatten Meldungen die Runde gemacht, wonach die von der Bundesregierung eingesetzte Atom-Kommission einen Art Finanzpakt vorschlagen will. Dabei würden die Atom-Konzerne einen Teil ihrer Milliarden-Rückstellungen in einen Fonds einzahlen. Im Gegenzug übernimmt der Staat die aufwändige Zwischen- und Endlagerung der Brennelemente und haftet „ab einem gewissen Zeitpunkt“ für die möglichen Mehrkosten, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete.

Bis Ende Februar soll die Experten-Kommission konkrete Vorschläge machen, wie die Finanzierung der Folgekosten für den Atomausstieg gesichert werden kann. Dabei gilt es, sowohl das Insolvenzrisiko der Konzerne, als auch die Belastung für den Steuerzahler möglichst gering zu halten.

 

Aktie meiden!

Nach den deutlichen Gewinnen vom Vortag gehört die E.on-Aktie am Dienstag wieder zu den größten Verlierern im DAX. Die hohe Volatilität der letzten Wochen und Monate zeigt: Der Versoger-Titel – einst eine sichere Bank – hat sich zum Zocker-Papier entwickelt. In Anbetracht der hohen Unsicherheit bleibt DER AKTIONÄR auf der Short-Seite (WKN: DG6Q9S).

(Mit Material von dpa-AFX)

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