E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: Jetzt droht der große Knall

Deutschlands größter Energieversorger E.on gerät immer mehr unter Druck. Trotz einer positiven Studie von JPMorgan weitet die Aktie ihre Verluste auch am Donnerstag aus. Der DAX-Titel nähert sich der wichtigen Unterstützung bei 12,90 Euro an. Seit Monaten pendeln die E.on-Papiere in einem Seitwärtskanal mit dieser Marke als unterer Begrenzung.

Zumindest von der US-Bank JPMorgan kamen jetzt gute Nachrichten. Analystin Nathalie Cassali hat das Kursziel für E.on von 13 auf 14 Euro angehoben und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Die Gewinne aus der Stromerzeugung erwiesen sich laut der Expertin als überraschend robust. In ihren Schätzungen für die deutschen Versorger RWE und E.on habe sie zudem inzwischen die Brennelementesteuer vollständig herausgestrichen. Somit stiegen die Gewinnschätzungen je Aktie.

Es wird kritisch

Charttechnisch spitzt sich die Lage hingegen weiterhin zu. Nach erneuten Verlusten am Donnerstag notiert der Kurs nur noch knapp oberhalb der massiven Unterstützung bei 12,90 Euro. Die untere Begrenzung des Seitwärtskanals, in dem die Aktie seit September 2013 gefangen ist, ist die letzte Bastion, bevor ein Fall Richtung 12-Euro-Marke droht. Hält die Marke allerdings, sollte es rasch wieder in Richtung der 14,00 Euro gehen.

Halteposition

Die E.on-Aktie liefert ihren Anlegern derzeit kaum Grund zur Freude. Angesichts der angespannten charttechnischen Situation ist kurzfristig auch keine Besserung zu erwarten. Ein Einstieg bietet sich derzeit nicht an. Erst ein Ausbruch über die obere Begrenzung des Seitwärtstrends bei knapp 14,50 Euro würde ein Kaufsignal generieren. Der Stopp bei 11,50 Euro sichert investierte Anleger ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE und E.on: Jetzt droht Ärger

Der Megadeal zwischen E.on und RWE zur Aufteilung der RWE-Tochter Innogy galt eigentlich als beschlossene Sache. Doch nun kommt Unruhe in die Neuordnung der deutschen Energiebranche. Angeblich will die australische Investmentbank Macquarie das Innogy-Geschäft in Tschechien kaufen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das war erst der Anfang

Nach der Zerschlagung von Innogy bekommt die deutsche Energiebranche ein neues Gesicht. Für E.on und RWE als treibende Kräfte des Wandels dürfte sich der Deal auszahlen. Die Wettbewerber müssen nun reagieren. Der Versorger Steag rechnet damit, dass weitere Transaktionen folgen werden. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Darum klappt der Megadeal

An der Börse kam der Deal zwischen E.on und RWE und die Aufteilung der RWE-Tochter Innogy gut an. Bei den Verbrauchern und Konkurrenten herrscht dagegen die Sorge, dass Megakonzerne mit großer Marktmacht entstehen. Der Wettbewerb im Strommarkt soll dadurch gefährdet sein, was zu höheren … mehr