E.on
- Nikolas Kessler - Redakteur

E.on-Aktie größter Verlierer – wie gewonnen, so zerronnen

Die Achterbahnfahrt bei der E.on-Aktie geht weiter: Nach dem Kurssprung vom Vortag wird die Aktie am Dienstag bis ans DAX-Ende durchgereicht.

Die Hoffnung auf eine Beteiligung der Steuerzahler am milliardenschweren Atomausstieg hat die Aktien der Versorger am Montag deutlich steigen lassen. Zwar ist das von den Konzernen präferierte Stiftungsmodell vom Tisch, die Aussicht auf ein Ende der Hängepartie bei der Finanzierung der Atom-Altlasten und die Hoffnung auf Entlastung durch die Politik hatte die E.on-Aktie dennoch deutlich über die 9-Euro-Marke befördert.

Die Ernüchterung folgt auf dem Fuß, denn gut die Hälfte der Vortagesgewinne musste der DAX-Titel bereits wieder abgeben. Damit setzt die Aktie ihren Zick-Zack-Kurs der letzten Wochen und Monate fort. Denn seitdem der Kurs Ende Oktober auf den tiefsten Stand seit über 20 Jahren gefallen war, pendelt er recht volatil in einem Seitwärtskorridor zwischen acht und zehn Euro.

Verkaufsempfehlung bestätigt

Derweil hat das Analysehaus Kepler Cheuvreux die Einstufung für E.on auf "Reduce" mit einem Kursziel von acht Euro belassen. Der Markt dürfte die positive Einschätzung der deutschen Versorger-Aktien wegen möglicher Kostenentlastungen beim Atomausstieg nicht aufrechterhalten können, schrieb Analyst Ingo Becker. Anleger sollten die Papiere nach der jüngsten Rally verkaufen.

Aktie meiden!

Die deutlichen Kursschwankungen zeigen: Die E.on-Papiere sind derzeit allenfalls etwas für Zocker. DER AKTIONÄR glaubt nicht an eine deutliche Entspannung der Lage und setzt mit einem Mini-Short (WKN: DG6Q9S) auf weiter fallende Kurse. Der Stoppkurs liegt bei 1,60 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE und E.on: Jetzt droht Ärger

Der Megadeal zwischen E.on und RWE zur Aufteilung der RWE-Tochter Innogy galt eigentlich als beschlossene Sache. Doch nun kommt Unruhe in die Neuordnung der deutschen Energiebranche. Angeblich will die australische Investmentbank Macquarie das Innogy-Geschäft in Tschechien kaufen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das war erst der Anfang

Nach der Zerschlagung von Innogy bekommt die deutsche Energiebranche ein neues Gesicht. Für E.on und RWE als treibende Kräfte des Wandels dürfte sich der Deal auszahlen. Die Wettbewerber müssen nun reagieren. Der Versorger Steag rechnet damit, dass weitere Transaktionen folgen werden. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Darum klappt der Megadeal

An der Börse kam der Deal zwischen E.on und RWE und die Aufteilung der RWE-Tochter Innogy gut an. Bei den Verbrauchern und Konkurrenten herrscht dagegen die Sorge, dass Megakonzerne mit großer Marktmacht entstehen. Der Wettbewerb im Strommarkt soll dadurch gefährdet sein, was zu höheren … mehr