E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: Über 50 Prozent Potenzial

Die schwache Entwicklung bei E.on setzt sich fort. Am Donnerstagvormittag hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) verkündet, dass die Abgabe auf Atom-Brennstäbe grundsätzlich mit EU-Recht vereinbar ist. Trotz des erneuten Rückschlags hat die Investmentbank Goldman Sachs nun mit einer sehr bullishen Studie aufhorchen lassen. Analystin Deborah Wilkens sieht über 50 Prozent Potenzial in dem Wert.

Die Expertin hat E.on auf ihrer „Conviction Buy List“ belassen und bestätigte das Kursziel von 20 Euro. Wenn die deutsche Regierung in den kommenden Wochen ihre Pläne für die Energiemarktreform sowie die mögliche Einrichtung eines Akw-Fonds zur Entsorgung der Kraftwerke bekannt gebe, sei entscheidend wie viele Kohlekraftwerke abgeschafft werden würden. Nach der Anzahl der Werke, die abgeschaltet werden, richte sich die Entwicklung der Strompreise. Weil E.on keine Kohlekraftwerke betreibe und bereits auf sauberere Anlagen umgerüstet habe, dürfte der Versorger von höheren Strompreisen profitieren, so Wilkens.

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für E.on nach der Bestätigung der deutschen Atomsteuer durch den EuGH auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 15 Euro belassen. Dies sei mehrheitlich so erwartet worden, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie. Die in den Medien berichtete Reaktion der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mit Aussagen über eine mögliche Verlängerung der Atomsteuer über 2016 hinaus sei dagegen eine negative Überraschung. Das sei zwar wohl eine Einzelmeinung, eine Verlängerung würde das Ergebnis je Aktie jedoch mit 0,15 Euro belasten.

Finger weg

Bei E.on gibt es nach wie vor wenig Grund zu Freude. Auch das Chartbild hat sich weiter eingetrübt. Die Aktie ist inzwischen unter die wichtige Marke bei 13,50 Euro gefallen und steht nun vor einem Test der Unterstützung bei 13,00 Euro. Es bleibt zudem weiter offen, ob der Konzernumbau von Erfolg gekrönt sein wird. Anleger bleiben an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)


Das Lieblingsbuch von Warren Buffett und Bill Gates - und vielleicht auch bald von Ihnen?

Business Adventures

Autor: Brooks, John
ISBN: 9783864702525
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 16.03.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag

Wenn Bill Gates in seinem Blog ein Buch zum „besten Wirtschaftsbuch“ kürt und nebenbei erwähnt, dass er es sich vor Jahren von Warren Buffett geliehen hat, dann kommt das dabei heraus: Ein seit Jahren vergriffenes Werk wird wieder zum Bestseller.

„Business Adventures“ wurde erstmals im Jahr 1968 veröffentlicht. Es enthält zwölf Essays des New Yorker-Journalisten John Brooks, in denen dieser beschreibt, wie sich das Schicksal gigantischer Unternehmen durch einen Schlüsselmoment entschied. Sie geben einen zeitlosen und tiefen Einblick in die Mechanismen der Wirtschaft und der Wall Street. Bis vor wenigen Monaten war das Buch jahrelang vergriffen. Dann lobte Bill Gates es über den grünen Klee. Der Rest ist Geschichte. „Business ­Adventures“ schoss umgehend in die Bestsellerlisten. Nun liegt das Werk für die nächste Generation von ­Unternehmern und Anlegern vor.

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