E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: Mögliche Abspaltung – das steckt dahinter

Die E.on-Aktie hat gegen Ende der abgelaufenen Woche noch einmal Rückenwind erhalten. Forderungen nach einer weiteren Abspaltung haben die Papiere des kriselnden Versorgers angetrieben. Das Chartbild bleibt aber angeschlagen. Zudem erscheint eine kurzfristige Umsetzung des Plans äußerst unwahrscheinlich.

Der US-Hedgefonds Knight Vinke hat laut dem Handelsblatt eine Abspaltung der Netzsparte gefordert. Als Einzelunternehmen sei das regulierte Netzgeschäft wertvoller als im neuen E.on-Konglomerat, behauptet CEO Eric Knight. Bei E.on-Chef Johannes Teyssen stößt der Investor damit aber auf wenig Gegenliebe. Das Netzgeschäft ist als verlässlicher Gewinnbringer ein wichtiger Bestandteil der Zukunftspläne. Verschmolzen mit dem Internet sollen sich zudem neue Chancen eröffnen.

Umsetzung unwahrscheinlich

An der Börse wurden die Forderungen von Knight Vinke durchaus positiv gesehen. Es wird allerdings nicht davon ausgegangen, dass sich Teyssen umstimmen lässt. Eine weitere Abspaltung würde zudem erneut die Frage nach den Altlasten aus der Atomkraft-Gewinnung aufwerfen.

Somit dürfte es bei der Trennung von Uniper bleiben. Seit Jahresbeginn betreibt die Tochter bereits das alte Kraftwerksgeschäft und den Energiehandel. Auf der Hauptversammlung am 8. Juni dürften die Aktionäre der Neuausrichtung endgültig grünes Licht geben. Danach soll Uniper an die Börse gebracht werden.

An der Seitenlinie

E.on hat nach wie vor mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Auch charttechnisch hat sich das Bild zuletzt wieder eingetrübt. Ob die Abspaltung von Uniper Erfolg verspricht, ist weiter ungewiss. Anleger sollten das Risiko derzeit nicht eingehen und an der Seitenlinie bleiben.

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