E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: Jetzt müssen Ergebnisse her

In den letzten Wochen des Jahrs 2016 hat die E.on-Aktie nach den deutlichen Verlusten zuvor eine Gegenbewegung gestartet. Zu Jahresbeginn steht der Versorger nun vor einer wichtigen Marke. Am Widerstand bei 6,90 Euro muss sich zeigen, ob der Aufwärtstrend weiter anhält. Für Konzernchef Johannes Teyssen wird es ein entscheidendes Jahr.

Seit dem Amtsantritt von Teyssen im Mai 2010 zeigt der Trend der E.on-Aktie deutlich nach unten. Zu lange legte der Konzernlenker den Fokus auf die konventionelle Energiegewinnung. Mit der Abspaltung der Tochter Uniper hat sich das Blatt nun komplett gewendet. Fraglich bleibt allerdings, ob sich der ehemalige Atommanager Teyssen glaubwürdig als Vertreter der Energiewende positionieren kann.

Investoren wie auch Arbeitnehmer fordern endlich Ergebnisse. Ein erster Schritt wäre die Fortsetzung des kurzfristigen Aufwärtstrends über den Widerstand bei 6,90 Euro. In einem freundlichen Marktumfeld wäre der Weg bis zur 8,00-Euro-Marke dann vorgezeichnet. Hier ging Anfang September ein Gap nach unten auf, nachdem E.on-Anleger die Uniper-Anteile in das Depot eingebucht bekommen hatten. Gelingt der Ausbruch nicht, könnte es aber auch zu einem erneuten Test der Unterstützung bei 6,00 Euro kommen. Hier verläuft die untere Begrenzung des seit September gültigen Seitwärtstrends.

Halteposition

Die Einigung im Atomstreit war ein erster Schritt in die richtige Richtung. E.on muss nun beweisen, dass es im Bereich der erneuerbaren Energien erfolgreich arbeiten kann. Charttechnisch würde sich das Bild mit dem Überwinden des Widerstands bei 6,90 Euro deutlich aufhellen. Die Aktie bleibt eine Halteposition. Favorit in der Branche ist die RWE-Tochter Innogy.

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