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E.on: Zinswette geht auf – viel Einsparpotenzial!

Im Juli muss E.on die milliardenschweren Zahlungen an den Atomfonds leisten. Die Risiken aus dem Atom-Rückbau können damit endlich ad acta gelegt werden. Zunächst einmal war es dazu aber notwendig, sich die benötigten Barmittel zu beschaffen. Der Vorteil: Durch die laufende Umstrukturierung der Finanzierung kann der Versorger die Zinskosten massiv senken.

Bereits vor Wochen hatte E.on den Schritt angekündigt. Inzwischen hat der Konzern drei neue Anleihen über insgesamt zwei Milliarden Euro platziert. Nach der Kapitalerhöhung im März war es bereits die zweite große Maßnahme in diesem Jahr, um Barmittel zu beschaffen. Zu einem Teil sollen diese nun dazu genutzt werden, um die zehn Milliarden Euro schwere Zahlung für den Atomdeal zu leisten. Zum anderen können damit aber auch bestehende Finanzierungen abgelöst werden.

Attraktive Zinsentwicklung

Dank einer hohen Nachfrage hat E.on attraktive Zinskonditionen für die neuen Anleihen bekommen. Zwischen 0,375 Prozent Kupon jährlich für die vierjährige und 1,625 Prozent für die zwölfjährige Anleihe muss der Versorger zahlen. Zusammen addiert sich der jährliche Zinsaufwand damit auf rund 19,4 Millionen Euro. Zum Vergleich: Für eine in wenigen Wochen auslaufende Anleihe über 900 Millionen Euro war noch ein Kupon von 6,375 Prozent angefallen.

Im Oktober und in den kommenden Jahren laufen noch vier weitere Anleihen in einem Gesamtwert von knapp sechs Milliarden Euro und Kupons zwischen 5,5 und 6,0 Prozent aus. Bei der Refinanzierung ergeben sich somit ein jährliches Zinseinsparungspotenzial von bis zu 200 Millionen Euro – wenn E.on weiterhin die aktuellen Konditionen realisieren kann.

Wichtiger Schritt

Die günstige Refinanzierung ist ein gutes Zeichen für E.on. Anleger trauen dem Versorger zu, die Herausforderungen der neuen Energiewelt zu meistern. Zudem spart der Konzern in den kommenden Jahren viel Geld. Mit der Zahlung der Atomrückstellungen steht zudem ein schwarzes Kapitel der jüngeren Vergangenheit vor dem Abschluss.

Zwar drückt das schwache Eigenkapital noch auf die Stimmung. Mutige können aber darauf setzen, dass der Konzern die Zukunft erfolgreich meistert. Ein Stopp bei 5,70 Euro sichert die Position ab.

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