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E.on: Wortbruch – das steckt hinter den Vorwürfen

Das Verhältnis zwischen E.on und der Tochter Uniper ist stark angespannt. Seitdem sich der Versorger mit dem Wettbewerber Fortum auf einen Verkauf der 47-Prozent-Beteiligung geeinigt hat, kritisiert Uniper das Vorgehen von E.on-Chef Johannes Teyssen. Betriebsratschef Harald Seegatz wirft Teyssen nun öffentlich Wortbruch vor.

Die E.on-Manager würden sich nicht an das halten, was sie immer wieder versprochen und bei der Trennung zugesagt haben, so Seegatz in der Bild am Sonntag. „Es fällt schwer zu glauben, dass dieser überstürzte Fortum-Deal mit der Vertragsverlängerung von Johannes Teyssen nichts zu tun hat.“ Uniper befürchtet, dass Fortum zahlreiche Arbeitsplätze streichen wird und den MDAX-Konzern zerschlagen könnte. Hintergrund: Lediglich Teile des Uniper-Portfolios passen eigentlich zur Strategie von Fortum, das stark auf CO2-neutrale Energieproduktion setzt.

E.on wehrt sich allerdings gegen die Vorwürfe der Tochter. "Die Aussagen des Betriebsratsvorsitzenden von Uniper sind in keiner Art und Weise nachvollziehbar. Eon hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Anteile an Uniper ab Anfang 2018 verkauft werden sollen", erklärte der DAX-Konzern. Aus steuerlichen Gründen kann E.on die Beteiligung erst 2018 verkaufen. Künftig will sich der Versorger dann stärker auf die neue Energiewelt konzentrieren. Mit dem Uniper-Verkauf wird ein endgültiger Schlussstrich unter die konventionelle Energieversorgung gezogen.

Starke Aussichten

Es läuft rund bei E.on. Die bilanzielle Situation entspannt sich und der Konzern ist gut gerüstet für die Herausforderungen in der neuen Energiewelt. Erneuerbare Energien, Elektromobilität und Smart Home sorgen für neue Wachstumsfantasie. Das Chartbild sieht ebenfalls glänzend aus, der nachhaltige Ausbruch über die 10-Euro-Marke steht bevor. DER AKTIONÄR bleibt optimistisch und spekuliert im Hebel-Depot mit Hebel auf weiter steigende Kurse.

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