E.on
- Thorsten Küfner - Redakteur

E.on: Fitch senkt den Daumen

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit für E.on von A- auf BBB+ gesenkt. Der Ausblick für die Bonität des Düsseldorfer Energieversorgers wurde von negativ auf stabil erhöht. Für den hoch verschuldeten DAX-Konzern könnte die Herabstufung zu höheren Refinanzierungskosten führen.

Indes hat E.on angekündigt, gegen ein Gesetz zur unbegrenzten Haftung für Atomausstiegs-Kosten voraussichtlich vor Gericht zu ziehen. "Der Entwurf für ein sogenanntes Konzernnachhaftungsgesetz dürfte einer verfassungsrechtlichen Überprüfung nicht standhalten", sagte ein E.on-Sprecher. Das gelte vor allem für die geplante zeitlich und betragsmäßig unbegrenzte Haftung. "Sollte es in dieser Form verabschiedet werden, müssten wir aller Voraussicht nach Rechtsmittel einlegen."

Nach Informationen der Wochenzeitung "Die Zeit" und der Deutschen Presse-Agentur plant das Bundeswirtschaftsministerium die Einführung einer gesetzlichen "Nachhaftung" für Atomausstiegs-Kosten. Damit will der Bund sicherstellen, dass die Konzerne auch dann dauerhaft für die Milliardenkosten beim AKW-Rückbau und der Endlagerung des Atommülls aufkommen, wenn sie ihr Atomgeschäft in Tochterfirmen ausgliedern.

Reichen die Rückstellungen?

E.on hatte bereits erklärt, sein Geschäft mit Atom, Gas und Kohle in die neu gegründete Gesellschaft Uniper abzuspalten. Ohne das neue Gesetz würde die gesamtschuldnerische Nachhaftung von E.on fünf Jahre nach der Abspaltung enden. Der Konzern hat nach eigenen Angaben per Ende vergangenen Jahres 16,6 Milliarden Euro für den Atom-Ausstieg zurückgestellt. Insgesamt haben die Atom-Konzerne E.on, RWE , Vattenfall und EnBW 35,8 Milliarden Euro an Rückstellungen für den AKW-Rückbau und die Endlagerung gebildet.

Aktie bleibt unattraktiv

DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner bisherigen Einschätzung fest: Die Aktie von E.on und auch die Papiere des Konkurrenten RWE bleiben angesichts der trüben Aussichten weiterhin unattraktiv. Anleger sollten nach wie vor die Finger von den DAX-Titeln lassen, zumal auch das Chartbild weiter zur Vorsicht mahnt.

(Mit Material von dpa-AFX)


Sichern Sie sich ein regelmäßiges Einkommen mithilfe dieser durchdachten und praxiserprobten Strategie!

Optionsstrategien für die Praxis   2. Auflage

Autor: Rabe, Jens/Skoruppa, Kai
ISBN: 9783941493780
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 25.09.2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Sie träumen davon, an der Börse ein Vermögen zu verdienen? Unzählige Bücher versprechen Ihnen die Erfüllung des Traumes. Dieses Buch ist anders! Die Autoren versuchen erst gar nicht, die Story vom schnellen Reichtum zu erzählen. Stattdessen zeigen sie auf, wie man mithilfe einer durchdachten und praxiserprobten Strategie ein regelmäßiges Einkommen an der Börse erzielen kann. Jens Rabe und Kai Skoruppa führen den Leser in die für Außenstehende auf den ersten Blick undurchschaubare Welt der Optionen ein und zeigen, wie dieses Instrument von Profis genutzt wird. Sie geben dem Leser sowohl das theoretische als auch das praktische Rüstzeug an die Hand, damit dieser anschließend selbst erfolgreich agieren kann. Beide Autoren vereint das Wissen und die Erfahrung aus vielen Jahren Eigenhandel und dem Management institutioneller Konten. Dieses Buch ist ein Muss für alle Leser, für die Börse mehr als nur ein Hobby ist und die ernsthaft an einer Professionalisierung ihrer Handelstätigkeit interessiert sind.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Milliarden-Frage

Trotz der starken Zahlen der Tochter Uniper kann die E.on-Aktie die Gewinne aus dem frühen Handel am Dienstag nicht verteidigen. Anleger warten gespannt auf das eigene Zahlenwerk des Versorgers, das morgen früh präsentiert wird. Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen ist so gut wie sicher. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Tochter Uniper glänzt – morgen zählt es!

Die E.on-Tochter Uniper hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Nach einem starken ersten Halbjahr will der konventionelle Versorger zudem deutlich mehr Dividende ausschütten als geplant. An der Börse kommt das gut an. Die Papiere von Mutter und Tochter legen jeweils zu. Morgen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Jetzt muss geliefert werden

Eine spannende Woche steht bei E.on bevor. Der Versorger wird am Mittwoch, den 9. August, Zahlen zum zweiten Quartal präsentieren. Der Konzern muss beweisen, dass er in der neuen Energiewelt wieder erfolgreich wirtschaften kann. Bei den Analysten herrscht Zuversicht, auch die Aktie kann im Vorfeld … mehr