E.ON
von Michael Herrmann - Redakteur

E.on: Es geht voran

Wenige Tage vor den anstehenden Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr, schreitet der Umbau des Energieversorgers E.on weiter voran. Bei gleich drei milliardenschweren Konzerntöchtern kommt der DAX-Konzern dem Verkauf einen weiteren Schritt näher.

Die Übernahme des Gasversorgers Ruhrgas wurde 2002 noch als Meilenstein in E.ons Unternehmensgeschichte gefeiert. Nun rückt die Zerschlagung des Gaskonzerns näher. So laufen nach Informationen der Rheinischen Post am 31. Januar 2013 Auflagen aus, die E.on akzeptieren musste, um die Ministererlaubnis für die Übernahme zu bekommen. Damit soll unter anderem das Verbot enden, dass Ruhrgas nicht zerschlagen werden darf.

GdF Suez in der Favoritenrolle

Die Netztochter Open Grid Europe steht bereits seit einiger Zeit zum Verkauf. Dabei könnte ein namhafter Interessent den Zuschlag erhalten. Der französische Energieversorger GdF Suez, der bereits kleinere Gasnetze in Deutschland betreibt, gilt als Favorit auf den Zuschlag. Darüber hinaus soll aber auch ein Konsortium rund um die Allianz weiter im Rennen sein. Insgesamt wird der Wert des Netzes auf bis zu 4,5 Milliarden Euro geschätzt.

Verkauf der Mülltochter eingeleitet

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, steht auch die Müllverbrennungstochter E.on Energy from Waste zum Verkauf. E.on habe laut informierter Kreise bereits Barclays und die Royal Bank of Scotland mit der Veräußerung der Konzerntochter beauftragt. Experten zufolge könnte E.on hierfür weitere 1,5 Milliarden Euro erhalten.

Umbau schreitet voran

E.on-Chef Johannes Teyssen treibt den Konzernumbau weiter im Eiltempo voran. Mit dem Verkauf von Open Grid Europe und E.on Energy from Waste würde er dem selbstgesteckten Ziel von Einnahmen in der Höhe von 15 Milliarden Euro ein gutes Stück näher kommen. Bei einem Teilverkauf von E.on Ruhrgas könnte das Ziel sogar bereits erreicht sein. Zum Unternehmensumbau wird sich E.on sicherlich auf der am Mittwoch anstehenden Präsentation der Jahresbilanz. Während Analysten im Vorfeld skeptisch sind, hält DER AKTIONÄR am Kursziel von 22 Euro fest.

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