E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Die Lage spitzt sich zu

In den vergangenen Wochen kam die Aktie von E.on etwas unter Druck. Trotz der anstehenden Übernahme der RWE-Tochter Innogy fehlen aktuell die Impulse, um neue Käufer anzulocken. Dies liegt auch am eingetrübten Chartbild. Ein frisches Kaufsignal ist aktuell nicht in Sicht.

Bei einer Betrachtung des längerfristigen Charts wird deutlich, dass der übergeordnete Seitwärtstrend bei E.on bereits lange anhält. Die obere Begrenzung des Korridors im Bereich der 10-Euro-Marke wurde bis auf einen kurzzeitigen Ausbruchsversuch seit Ende 2015 nicht mehr nachhaltig überschritten.

Klammert man die Phase zwischen der Uniper-Abspaltung und der Rückerstattung der milliardenschweren Brennelementesteuer zwischen September 2016 und Juni 2017 aus, kristallisiert sich auch die untere Begrenzung des Korridors klar heraus. Außerhalb dieses Zeitraums wurde die Marke von 7,90 Euro nicht unterschritten.

Jetzt zählt es

Aktuell notiert die E.on-Aktie exakt an der dritten wichtigen Chartmarke. Im Bereich von 8,70 Euro liegt derzeit eine wichtige horizontale Unterstützung, die zuletzt mehrfach verteidigt wurde. Und darauf kommt es jetzt an: Gelingt die Trendwende nach oben, kann es schnell wieder in den Bereich um 9,60 Euro und dann bis zur 10-Euro-Marke gehen. Anderenfalls droht aber eine schnelle Fortsetzung des Abverkaufs bis zur massiven Unterstützung bei 7,90 Euro.

Halteposition

Das Chartbild ist derzeit angespannt. Neue Kaufimpulse fehlen im Seitwärtstrend und bis zur endgültigen Übernahme von Innogy vergeht noch viel Zeit. Neueinsteiger sollten derzeit abwarten, es gibt dynamischere Werte als E.on. Wer investiert ist, setzt den Stoppkurs unverändert bei 7,80 Euro.

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